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Prof. Stéphane Mosès sel. A.


Zur Person


(geb. 1931 in Berlin; gest. 2007 in Paris)

  • Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem
  • Studium und Lehre der deutschen Literatur in Paris und Nanterre
  • 1969 bis 1996 Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft in Jerusalem
  • 1990 Gründungsdirektor des Franz-Rosenzweig-Zentrums für deutsch-jüdische Kultur- und Literaturgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, das er bis zur Emeritierung 1996 leitete
  • Preisträger des Humboldt-Forschungspreises 2004

Schwerpunkte


Stéphane Mosès hat mit seinen Schriften über Rosenzweig, Scholem und Benjamin das Bild der deutsch-jüdischen Moderne entscheidend geprägt. Sein Name steht für ein ›Jüdisches Denken in einer Welt ohne Gott‹ – so auch der Titel der ihm gewidmeten Festschrift (Berlin 2001)–, weil seine Studien zur jüdischen Schrifttradition und deutschen Literaturgeschichte (von Goethe bis Celan) Lektüren entfalten, die sowohl auf den Zivilisationsbruch als auch die Dialektik der Säkularisierung antworten. Als Begründer der Germanistik in Israel hat er sich zudem wissenschaftspolitische Verdienste erworben.


Publikationen


Herausgeber u.a. von:

  • Gershom Scholem. Literatur und Rhetorik, Köln 2000, (mit S. Weigel)
  • L’Eros et la loi. Lectures bibliques, Paris 1998
  • Hermann Cohen’s Philosophy of Religion, Hildesheim/Zürich/New York 1997
  • Zwischen den Kulturen, Tübingen 1997
  • Der Engel der Geschichte. Franz Rosenzweig, Walter Benjamin, Gershom Scholem, Frankfurt/M. 1994
  • Entretien dans la montagne. Paul Celan, Paris 1990
  • Spuren der Schrift. Von Goethe bis Celan, Frankfurt/M. 1987