Dr. Claude Haas
Germanist, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt Tragödie und Trauerspiel
Zur Person
- Jahrgang 1975
- Studium der Germanistik und Romanistik in Luxemburg und Bonn
- 2000 Staatsexamen
- 2004 Promotion
- 2005 Dissertationspreis der Commerzbank Stiftung
- 2004-2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
- 2009-2010 Vertretung einer Juniorprofessur für "Literatur und Wissen im religionsgeschichtlichen Kontext" am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin
- seit Februar 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZfL
Schwerpunkte
- Theorie und Geschichte von Heroismus und Souveränität
- Gattungspolitik (v. a. Tragödie)
- Deutsch-Französische Literaturbeziehungen
- Klassische Moderne und Postmoderne
- Kulturanthropologie und Psychoanalyse
Publikationen
- Monographie:
- Arbeit am Abscheu. Zu Thomas Bernhards Prosa, München: Wilhelm Fink 2007.
- Herausgeberschaft:
- 'Es trübt mein Auge sich in Glück und Licht'. Über den Blick in der Literatur, hg. von Kenneth S. Calhoon, Eva Geulen, Claude Haas und Nils Reschke, Berlin: Erich Schmidt 2010. [Philologische Studien und Quellen, 221]
- Der Einsatz des Dramas. Dramenanfänge, Wissenschaftspoetik und Gattungspolitik, hg. von Claude Haas und Andrea Polaschegg, Freiburg i. Br., Berlin u. Wien: Rombach 2012. [Reihe Litterae, 129]
- Aufsätze:
- „Indianer weinen (nicht). Zu Poetik und Dramaturgie der Träne bei Corneille, Schiller und Racine“, in: Marcel Krings/Roman Luckscheiter (Hgg.), Deutsch-Französische Literaturbeziehungen. Stationen und Aspekte dichterischer Nachbarschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Würzburg: Königshausen & Neumann 2007, S. 131-145.
- „'pour dire quelque chose'. Zu Spaziergang und Landschaft in Marcel Prousts 'A la recherche du temps perdu'“, in: Axel Gellhaus/Christian Moser/Helmut J. Schneider (Hgg.), Kopflandschaften, Landschaftsgänge. Kulturgeschichte und Poetik des Spaziergangs, Köln, Weimar u. Wien: Böhlau 2007, S. 251-276.
- „'Katastrophen der Haut'. Medizin und Poetik in Thomas Hettches 'Der Fall Arbogast'“, in: Weimarer Beiträge 54 (2008), H. 2, S. 237-255.
- „'An einem Nachmittag zu heißer Sommerszeit'. Spannungsaufbau und Leser(ab)lenkung in Freuds 'Wolfsmann'“, in: Ingo Irsigler/Christoph Jürgensen/Daniela Langer (Hgg.), Zwischen Text und Leser. Studien zu Begriff, Geschichte und Funktion literarischer Spannung, München: edition text+kritik 2008, S. 247-264.
- „Brunhild auf Tauris. Friedrich Hebbels 'Die Nibelungen' und die Tradition des deutschen Humanitätsdramas“, in: Peter Glasner/Albert Kümmel-Schnur/Elmar Scheuren (Hgg.), Nibelungen – Mythos, Kitsch, Kult, Bonn: Rheinlandia 2008, S. 171-182.
- „Die Zeit der Aufrichtigkeit. Rousseaus 'La Nouvelle Héloïse' und Goethes 'Die pilgernde Törin'“, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 128 (2009), H. 4, S. 481-494.
- „'Nur wer Euch ähnlich ist, versteht und fühlt'. Überlegungen zur Repräsentation von Heroismus und Souveränität“, in: Kenneth S. Calhoon/Eva Geulen/Claude Haas/Nils Reschke (Hgg.), 'Es trübt mein Auge sich in Glück und Licht'. Über den Blick in der Literatur, Berlin: Erich Schmidt 2010, S. 49-69.
- „Gehen lernen. Intertextualität und Poetik des Spaziergangs in Thomas Bernhards 'Frost'“, in: Euphorion 105 (2011), H. 1, S. 79-103.
- „Amour allemand. Figurationen ‚deutscher‘ Liebe in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts“, in: Jahrbuch für Internationale Germanistik XLIII (2011), H. 1, S. 131-156.
- zs. mit Andrea Polaschegg: „Erste Schritte zu einer Dramenpoetik des Anfangs“, in: Claude Haas/ Andrea Polaschegg (Hgg.), Der Einsatz des Dramas. Dramenanfänge, Wissenschaftspoetik und Gattungspolitik, Freiburg i. Br., Berlin u. Wien: Rombach 2012, S. 7-35.
- „Heute ein König? Zur Dramenzeit des Souveräns“, in: Claude Haas/ Andrea Polaschegg (Hgg.), Der Einsatz des Dramas. Dramenanfänge, Wissenschaftspoetik und Gattungspolitik, Freiburg. i. Br., Berlin u. Wien: Rombach 2012, S. 253-276.
- „Tektonik. Architekturen der Malerei im Drama“, in: Trajekte 24 (2012), H. 1, S. 25-29.
- Rezensionen (Auswahl):
- „Paul Barone: Schiller und die Tradition des Erhabenen“, in: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge XVI (2006), H. 1, S. 136-137.
- „Bianca Theisen: Silenced Facts. Media Montages in Contemporary Austrian Literature“, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 125 (2006), H. 2, S. 312-315.
- „Memoiren eines unglücklichen Konstruktivisten. Hans-Ulrich Gumbrecht: Diesseits der Hermeneutik. Die Produktion von Präsenz“, in: IASLonline [10. 03. 2007].
- „Jean-Marie Valentin (Hg.): Pierre Corneille et l’Allemagne. L’œuvre dramatique de Pierre Corneille dans le monde germanique (XVIIe-XIXe siècles)“, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift 58 (2008), H. 2, S. 238-244.
- „Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie. Heimo Schwilk: Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben. Hans Blumenberg: Der Mann vom Mond. Über Ernst Jünger“, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 127 (2008), H. 4, S. 633-636.
- „Karl Heinz Bohrer: Das Tragische. Erscheinung, Pathos, Klage“, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift 59 (2009), H. 3, S. 449-452.
- „Mareen van Marwyck: Gewalt und Anmut. Weiblicher Heroismus in der Literatur und Ästhetik um 1800“, in: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge XXI (2011), H. 1, S. 185-187.
- Publizistik (Auswahl):
- „'Unter Menschenbrüdern'? Jonathan Littells Roman 'Die Wohlgesinnten'“, in: Kritische Ausgabe 12 (2008), H. 1, S. 77-79.
- „Der Tyrannenmörder als Klassiker. Zum Schiller-Jahr 2009“, in: DIE ZEIT Nr. 46 (5. 11. 2009), S. 48.
- „Der Politik die Wahrheit sagen. Michel Foucault: Die Regierung des Selbst und der anderen“, in: DIE ZEIT Nr. 4 (21. 1. 2010), S. 46.
- „Krieg ist plötzlich ein tröstendes Wort. Semantische Verlegenheiten im Umfeld des Afghanistan-Konflikts“, in: DIE ZEIT Nr. 17 (22. 4. 2010), S. 47.
- „Wenn Gott nichts tut. Mit seinem neuen Buch 'Herrschaft und Herrlichkeit' installiert sich Giorgio Agamben als Alleinherrscher über die politische Theorie“, in: DIE ZEIT Nr. 36 (2. 9. 2010), S. 53.
- „Die neue Mickrigkeit. Robert Pfaller: 'Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie'“, in: ZEIT LITERATUR Nr. 12 (17. 3. 2011), S. 78.
- „'Herbei, o ihr Gläub'gen'? Bruno Latour: 'Jubilieren. Über religiöse Rede'“, in: DIE ZEIT Nr. 52 (22. 12. 2011), S. 52


