Dr. Thomas Lentes
Leiter der Forschungsgruppe Kulturgeschichte und Theologie des Bildes
im Christentum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Zur Person
Thomas Lentes ist vom 20.10.2008–16.11.2008 Gastwissenschaftler am ZfL. Am 24.01.2009 hält er einen Vortrag im Rahmen des Symposiums Kleider und Affekte. Ungleichzeitigkeiten der europäischen Moderne mit dem Titel Markieren des Körpers – Markieren des Gewandes. Religionsgeschichtliche Bemerkungen im Anschluss an Erik Petersons Theologie des Gewandes und einen Vortrag am 30.01.2009 im Rahmen des Workshops Sakramentale Repräsentation mit dem Titel Banner und Hostie. Herrschaftszeichen und Sakramententheologie zwischen Mittelalter und Reformation
- Studium der Katholischen Theologie, Geschichte, Philosophie und Germanistik in Münster und München
- 1992–1998 Mitarbeiter und Assistent am Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte sowie im SFB 231 Pragmatische Schriftlichkeit der Universität Münster
- 1996 Promotion in Mittlerer und Neuerer Kirchengeschichte mit einer Arbeit zu Gebetbuch und Gebärde. Religiöses Ausdrucksverhalten in spätmittelalterlichen Gebetbüchern (1350–1550). Nach der Promotion Wechsel zum Fach Mittelalterliche Geschichte
- Gastwissenschaftler u.a. am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen (1997) und an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris (1998/99)
Schwerpunkte
Thomas Lentes forscht zu Liturgie und Kunst, Vergötterung im Mittelalter und zur Zeit der Reformation, Masse im Mittelalter, Körper des Königs (7.–10. Jh.), Visualität und Pietät (13.–16. Jh.), Kunstproduktion in Klöstern, Rituale des Sehens und der Bildanbetung. Derzeit bereitet er eine Habilitationsschrift zur Körpermarkierung im Mittelalter vor.
Publikationen
Auswahl:
- Hg. mit Andreas Gormans: Das Bild der Erscheinung. Die Gregorsmesse im Mittelalter, Berlin 2007
- "Zwischen Adiaphora und Artefakt. Bildbestreitung in der Reformation", in: Reinhard Hoeps u.a. (Hg.): Bildbestreitung, Paderborn 2007, S. 213–240
- "Sterbekunst, Rettungsring und Bildertod. Rosenkranz und Todesvorstellung zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit", in: Andrea Hülsen von Esch/ Hiltrud Westermann-Angerhausen (Hg.): Zum Sterben schön. Alter, Totentanz und Sterbekunst von 1500 bis heute, Regensburg 2006, S. 310–320


