Dr. Heike Schlie
Kunsthistorikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt Zeugenschaft. Ein umstrittenes Konzept, untersucht im Austausch zwischen systematischer und kulturgeschichtlicher Perspektive
Zur Person
Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Romanistik in Paris, Trier und Bochum promovierte Heike Schlie an der Universität Bochum mit einer Dissertation zum Thema »Das Bild im Sakramentskult des Spätmittelalters«. Als Postdoktorandin war sie Stipendiatin der VW-Forschungsgruppe »Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum« an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie lehrte von 2001 bis 2008 am Institut für Kunst und Materielle Kultur der Universität Dortmund und der Kunstakademie Münster.
Von 2008 bis 2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt »Sakramentale Repräsentation« am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung.
Schwerpunkte
- Malerei und Skulptur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
- Bild- und Kunsttheorie
- Bildmedialität des Wissens
- Kunst im religiösen Kontext
- Perspektive, medialer Raum
Publikationen
(Auswahl)
Mithg., Zeugnis und Zeugenschaft. Perspektiven aus der Vormoderne, München 2011
»Mnemotop Jerusalem in der Prozession, in Brügge und im Bild: Die Turiner Passion von Hans Memling und ihre medialen Räume«, in: Medialität der Prozession. Performanz ritueller Bewegung in Texten und Bildern der Vormoderne, hg. v. K. Gvozdeva/H.R. Velten, Heidelberg 2011, S. 141–175
»Schöpfung, Erkenntnis und Tabu im Medium. Der Blick auf den weiblichen Akt bei Pierre Ronsard und François Clouet«, in: Neugier und Tabu. Regeln und Mythen des Wissens, hg. v. M. Baisch/E. Koch, Freiburg/Br. u.a. 2010, S. 255–296
»Abdruck und Einschnitt – Die medialen Träger der Spur als appendicia exteriora des Christuskörpers«, in: Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik 8,1 (2010), Kontaktbilder, S. 83–94
Mithg., Das »Goldene Wunder« in der Dortmunder Petrikirche. Bildgebrauch und Bildproduktion im Mittelalter, Bielefeld 2003
Bilder des Corpus Christi. Sakramentaler Realismus von Jan van Eyck bis Hieronymus Bosch, Berlin 2002


