Dr. Margarete Vöhringer
Kunstwissenschaftlerin, Leiterin des Forschungsbereiches "Visuelles Wissen" und des Projekts Das Auge im Labor
Zur Person
Studium/ Promotion
2001–2006
Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin (Gutachter: Prof. Dr. Horst Bredekamp und Prof. Dr. Michael Hagner) über "Avantgarde und Psychotechnik. Wissenschaft, Kunst und Technik der Wahrnehmungsexperimente in der frühen Sowjetunion" (Summa cum Laude, veröffentlicht 2007 im Wallstein-Verlag, Göttingen).
Archivrecherchen in St. Petersburg, Moskau und Rom
WS 2000/2001
Abschluss des Studiums mit einer Magisterarbeit zu "Photographie des Fakts: Alexander Rodtschenko".
1997
Gaststudium an der Humboldt Universität zu Berlin in den Fächern Kunst- und Kulturwissenschaft sowie Medienwissenschaft.
1993–2000
Studium der Kunstwissenschaft und Medientheorie, Nebenfächer Philosophie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Allgemeine Hochschulreife Baden Württemberg
Stipendien/ Preise
2011
VW-Übersetzungsförderung von Avantgarde
und Psychotechnik in 2 Sprachen (russisch & englisch).
2007
Anerkennung der Dissertation durch die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen.
Stipendium im „Art, Science and Business“ Programm auf Schloss Solitude, Stuttgart.
August 2006
Einladung nach Rio de Janeiro im Rahmen des vom DAAD geförderten Austauschprojekts „The Cerebral Subject. Impact of Neuroscience in Contemporary Society“.
Feb. 2001–Feb. 2004
Stipendiatin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin.
Sprachkenntnisse
Englisch, Russisch
Abgeschlossenes Forschungsprojekt am ZfL
Reflex und Kognition. Zur Konfiguration der Neurosciences
Akademische Tätigkeit
SS 2010
Vertretungsprofessur an der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Medien, Lehrstuhl für „Geschichte und Theorie der Kulturtechniken“.
Lehraufträge an den Universitäten Berlin (FU, HU, UDK), Weimar und Zürich.
2004/2005
Assistenz-Vertretung an der Bauhaus-Universität Weimar, Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken.
2001–2004
Doktorandin am Max-Planck-Institut fuer Wissenschaftsgeschichte Berlin.
WS 2000/2001
Assoziierte Kollegiatin am Graduiertenkolleg „Bild-Körper-Medium“, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
1998–2001
Leitung der Agentur und Galerie aroma-informationsdesign zusammen mit Birgit Schneider und Andreas Eberlein mit Räumen in Berlin-Mitte.
1996
Praktikum am Goethe-Institut Moskau.
Schwerpunkte
- Kunst- und Wissenschaftsgeschichte (Techniken, Praktiken, Experimente)
- Anthropologie der Medien
- Wahrnehmungsforschung
- Russische Avantgarde
- Wissenschaftliche Ästhetik
- Politische Kunst
- Wissenstransfer Russland – Deutschland
Publikationen
Auswahl
- A Concept in Application: How the Scientific Reflex came to be employed against Nazi Propaganda, in: Contributions to the History of Science, Winter 2011, Volume 6(2), S. 105-123.
- „Fakten sind tausendmal wichtiger als Worte“– Fotografie, Physiologie und Literatur in der frühen Sowjetunion, in: „Es ist ein Laboratorium, ein Laboratorium für Worte“. Experiment und Literatur III: 1890-2010 (hrsg. von Michael Bies und Michael Gamper), Göttingen 2011, S. 96-111.
- Choks, Reflexe, Asja. Zu Benjamins „Vertiefung der Apperzeption“ im russischen Avantgarde-Film, in Ultravision. Zum Wissenschaftsverständnis der künstlerischen Avantgarden, 1910-1930. (hrsg. von Sabine Flach und Margarete Vöhringer), München 2010, S. 201-210.
- The Museum Darwinianum and Evolutionism in Early Soviet Russia, in: Cultures of Evolution, Sonderheft der History and Philosophy of the Life Sciences (hrsg. von Ohad Parnes u. Peter Berz), Nr. 31.2, 2009, S. 279-294.
- Hrsg. mit Yvonne Wübben: Phantome im Labor: Die Verbreitung der Reflexe in Hirnforschung, Kunst und Technik. Themenheft der Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 32(1), Frühjahr 2009.
- Avantgarde und Psychotechnik. Wissenschaft, Kunst und Technik der Wahrnehmungsexperimente in der frühen Sowjetunion (Veröffentlichung der Dissertation), Göttingen 2007.


