Literatur und Wahrnehmung. Zur ästhetischen Phänomenologie der Moderne

  1. Projektbeschreibung

gefördert mit Mitteln der Europäischen Kommission, Marie-Curie-fellowship 2008-2010

Literatur als Manifestation des Ästhetischen‚ das auf Wahrnehmungen reagiert, ist der Ort, an dem neue Formen der Wahrnehmung ihre formalästhetische Transformation erfahren. Sie ist umgekehrt jedoch auch das Medium, das – in der Entwicklung ästhetischer Verfahren – das ‚aisthetische‘ Instrumentarium zu erweitern imstande ist. Im Projekt werden die Zusammenhänge zwischen der Veränderung von Wahrnehmung und literarästhetischen Entwicklungen in der Moderne erhellt. Im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses stehen dabei nicht nur die unterschiedlichen Thematisierungen von Wahrnehmung in literarischen Texten der ‚Klassischen Moderne’, sondern es wird – basierend auf einer Bestandsaufnahme der vielfältigen Reden über Wahrnehmung in den philosophisch-epistemologischen, naturwissenschaftlich-experimentellen, soziologischen, populärmedizinischen, allgemein kulturkritischen sowie medien- oder kunsttheoretischen Diskursen der Epoche – den literarästhetischen Transformationen veränderter Wahrnehmung bis in die Materialität der zu analysierenden Texte nachgegangen.