20.12.2017

Kevin Liggieri erhält Carlo-Barck-Preis des ZfL

Mit dem 2017 vom ZfL erstmals vergebenen Carlo-Barck-Preis werden Dissertationen auf dem Gebiet der Literatur- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet, die durch innovative Fragestellung und originelle Anlage bestechen. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen, das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro als sechsmonatiges Stipendium für einen Gastaufenthalt am ZfL vergeben.

Erster Preisträger ist der Bochumer Philosoph Kevin Liggieri. Seine Dissertation trägt den Titel »Zur Kultur- und Begriffsgeschichte der ›Anthropotechnik‹. Eine Untersuchung programmatischer Diskurse zwischen ›Menschenzucht‹ und ›Menschenbehandlung‹« und geht Entwicklung des Begriffs Anthropotechnik in verschiedenen Nationalsprachen nach. Mit ihrem breiten, interdisziplinären wie begriffsgeschichtlichen Ansatz weist sie vielerlei Bezüge zu den Forschungen von Karlheinz Barck und denen des ZfL auf.

Der Romanist Karlheinz »Carlo« Barck (1934–2012) ist bekannt für seine Forschungen zur Geschichte der Ästhetik und Imagination seit dem 18. Jahrhundert; ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den französischen und spanischen Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts. Unter seiner Federführung wurde das Projekt der Ästhetischen Grundbegriffe erfolgreich durchgeführt. Barck hat das Forschungsprogramm des ZfL mit seinen grenzüberschreitenden intellektuellen Interessen nachhaltig mitgeprägt.

Die offizielle Verleihung des Preises an Kevin Liggieri erfolgt am 31.01.2018 mit einem Vortrag des Preisträgers: »Der Mensch zwischen Tier und Maschine? ›Anthropotechnik‹ als Schlagwort«.