Dr. Thomas Eder

01.09.2005 – 28.02.2006 zu Gast am ZfL

Leitung der Sparte »Literatur« im kunsthaus muerzzuschlag

Zur Person / Vita

Gefördert durch das Österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist Thomas Eder vom 01.09.2005–28.02.2006 Fellow am ZfL.

Thomas Eder war Post-Doc-Fellow des Österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit dem Habilitationsprojekt "Poetische Philosophie des Geistes. Er forschte zur Kognitiven Poetik, Analytischen Philosophie des Geistes und Poesie/Poetologie" am Institut für Germanistik der Universität Wien und war 2000/2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt zum literarischen Werk von Heimrad Bäcker am Österreichischen Literaturarchiv.

Arbeitsschwerpunkte

"Mein Projekt" - so Thomas Eder - "zielt auf eine kritische Hinterfragung der Cognitive Poetics, in denen Literatur mit den Forschungsmethoden der Cognitive Science darauf hin untersucht wird, wie die poetische Sprache und 'Gestalt' von den informationsverarbeitenden Prozessen menschlicher Symbolproduktion mitbestimmt werden. Dabei ist auffällig, daß die bisherigen Annäherungen der Cognitive Poetics kognitionswissenschaftliche Theorien von einem Reflexionsstand aus zur Analyse literarischer Texte herangezogen haben, der nicht immer dem Stand poetologischer und literaturwissenschaftlicher Theoriebildung entspricht. An diesem Punkt setzt die zweifache forschungsleitende und innovative Kritik des Projekts aus dem Bereich der analytischen Philosophie des Geistes und einer literaturtheoretisch ausgerichteten Theorie der Metapher an."

Publikationen

Auswahl:

  • Unterschiedenes ist / gut. Reinhard Priessnitz und die Repoetisierung der Avantgarde, München 2003
  • Mitherausgeber von Schluß mit dem Abendland! Der lange Atem der österreichischen Avantgarde, Wien 2000
  • Drehpunkte zwischen Poesie und Poetologie, Linz/Wien 2000
  • Zur Metapher, München 2006
  • "Language Based on a Division of Labor? On the Representation of the Holocaust in Heimrad Bäcker's nachschrift in: New German Critique 93 (2004), S. 8286

Website von Thomas Eder an der Universität Wien