Prof. William J.T. Mitchell

04.06.2012 – 08.06.2012 zu Gast am ZfL

Honorary Member des ZfL, Professor für Englisch und Kunstgeschichte an der University of Chicago

Zur Person / Vita

Studium der Anglistik, 1963 B.A. an der Michigan State University, 1968 M.A. and Ph.D. an der Johns Hopkins University Baltimore; 1968–77 Lehrtätigkeit am English Department an der Ohio State University; seit 1977 an der University of Chicago, dort 1988–1991 Chair des English Departments. Seit 1978 Herausgeber der Zeitschrift »Critical Inquiry«. Seit 2008 ist Mitchell Honorary Member des ZfL.

W. J. T. Mitchell ist eine der wichtigsten Stimmen in der Diskussion um das Wesen und die Funktion von Bildern. Seine Monographien Iconology von 1986 und Picture Theory von 1994 sind Standardwerke der aktuellen Bildwissenschaften. Mitchells Arbeiten, bei denen es immer wieder auch um die Interaktion zwischen Sehen und Sprechen geht, beziehen sich unter anderem auf Erwin Panofsky. 1992 prägte er den Begriff des »pictorial turn« für die auffällige Wende zum Denken in Bildern in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.

Foto: Copyright Amelie Losier

Publikationen

  • Cloning Terror. The War of Images. 9/11 to the Present, Chicago 2011 [Das Klonen und der Terror. Der Krieg der Bilder seit 9/11, Berlin 2011]
  • Das Leben der Bilder. Eine Theorie der visuellen Kultur, München 2008
  • The late Derrida, Chicago 2007
  • What Do Pictures Want?, Chicago 2005
  • The Last Dinosaur Book: The Life and Times of a Cultural Icon, Chicago 1998
  • Picture Theory, Chicago 1994 [Bildtheorie, Frankfurt a. M. 2008]
  • Iconology: Image, Text, Ideology, Chicago 1986

W. J. T. Mitchell in Publikationen des ZfL:

  • »Idolatrie: Nietzsche, Blake und Poussin«, in: Trajekte 21 (2010), S. 20–29 (übers. v. D. Naguschewski)

Webseite von W. J. T. Mitchell an der University of Chicago

Interview mit W.J.T. Mitchell über Bildtheorie und Visuelle Kultur vom November 2007