Dr. Maria Oikonomou

02.11.2015 – 22.11.2015 zu Gast am ZfL

Wissenschaftlerin am Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien

Zur Person / Vita

Maria Oikonomou ist auf Einladung des stellvertretenden Direktors Stefan Willer vom 2. bis 22. November 2015 Fellow am ZfL.

Sie studierte Griechische Philologie, Vergleichende Literaturwissenschaft, Italienische Philologie und Theaterwissenschaft an den Universitäten von Ioannina und München. Nach ihrer Promotion an der Aristoteles-Universität Thessaloniki arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der LMU (2004–2007), war Universitätsassistentin (2008–2013) am Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien und Stanley J. Seeger Research Fellow der Princeton University (2014–15). Ab März 2016 wird sie als Senior Post Doc an der Universität Wien ihr Habilitationsprojekt beenden.

Arbeitsschwerpunkte

Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf Strategien des Austauschs: Neben der Beschäftigung mit Übersetzungstheorien der Literatur betrifft dies vor allem Kulturtechniken der Übertragung, Poetiken des Migrantischen sowie intra- und intermediale Text- und Bildästhetik.

Ihre Forschungsarbeit am ZfL (»Zwitter/Zwilling: Genetische Bildungen von Übersetzung«) beschäftigt sich mit dem Nachlass der englisch-griechischen Autorin und (Selbst-)Übersetzerin Cay Cicellis. Im Zentrum stehen dabei die Bilder von (siamesischen) Zwillingen und Hermaphroditen, die – nicht zuletzt aufgrund Cicellis Auseinandersetzung mit humanbiologischer Literatur und medizinischen Gutachten – sowohl in ihrer Prosa als auch in ihren Texten zur Übersetzungstheorie auftauchen. Oikonomous Projekt zielt darauf, dieses Material im Spannungsfeld von literarischer und anthropologischer Metaphorik nutzbar zu machen für eine Erkundung rekurrenter Denkfiguren der Translation und des ›Geschlechts‹ der Übersetzung (Hermes/Aphrodite).

Publikationen

Auswahl:

  • »Castoriadis übersetzt Kastoriadis (in eine nicht existierende Sprache)«, in: A. Keller/St. Willer (Hg.): Selbst-Übersetzung als Wissenstransfer (erscheint 2016)
  • Übersetzung und Film. Das Kino als Translationsmedium, Mithg., Bielefeld 2012; darin: »Zur Sinnlichkeit des Unverständlichen. Lost in Translation«, S. 157–173
  • »Fotos von nichtexistierenden Orten. Bérards und Boissonas Album Odysséen«, in: A. Hölter (Hg.): Comparative Arts. Neue Ansätze zu einer universellen Ästhetik, Heidelberg 2011, S. 143 152
  • Kapital und Alterität – Zwei deutsche Kavafis-Ausgaben, in: Ch. Kambas/ M. Mitsou (Hg.): Hellas verstehen. Deutsch-griechischer Kulturtransfer im 20. Jahrhundert, Wien u.a. 2010, S. 329–345

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