Prof. Volker Roelcke

13.02.2006 – 26.02.2006 zu Gast am ZfL

Professor für Geschichte der Medizin an der Universität Gießen

Zur Person / Vita

Volker Roelcke ist vom 13.02.200626.02.2006 auf Einladung von Stefan Willer Gastwissenschaftler im Forschungsschwerpunkt II, Literaturforschung und die Geschichte des Wissens und der Wissenschaften.

  • 1984 Promotion in Medizin mit einer Arbeit aus der experimentellen Immunologie
  • Studium der Ethnologie, Alten Geschichte und Philosophie in Heidelberg und Cambridge (1988 Master of Philosophy)
  • 19881992 Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie
  • 19921999 Wiss. Angestellter am Medizinhistorischen Institut der Universität Bonn
  • 1997 Habilitation für Geschichte der Medizin
  • 19981999 Gastwissenschaftler am MPI für Wissenschaftsgeschichte Berlin
  • 19992003 Professor am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Universität zu Lübeck

Arbeitsschwerpunkte

  • Geschichte der Psychiatrie im 19. und 20. Jahrhundert; 
  • das Verhältnis von Eugenik und Humangenetik am Beispiel der psychiatrischen Genetik in Deutschland, Großbritannien und den USA
  • Medizin im Nationalsozialismus
  • Epistemologie und Ethik des Humanexperiments im 20. Jahrhundert
  • Anthropologie in der Medizin

Publikationen

  • „Kultur, Religion und Rasse im psychiatrischen Diskurs um 1900“, in: C. Kaiser, M.-L. Wünsche (Hg.): Die „Nervosität der Juden“ und andere Leiden an der Zivilisation, Paderborn 2003, S. 23–40
  • „Programm und Praxis der psychiatrischen Genetik an der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie unter Ernst Rüdin“, in: Medizinhistorisches Journal 37 (2002), S. 21–55
  • Krankheit und Kulturkritik. Psychiatrische Gesellschaftsdeutungen im bürgerlichen Zeitalter, 1790–1914, Frankfurt/M. 1999
  • „Biologizing Social Facts: An early 20th Century Debate on Kraepelin’s Concepts of Culture, Neurasthenia, and Degeneration“,in: Culture, Medicine and Psychiatry 21 (1997), S. 383–403

Website von Volker Roelcke an der Universität Gießen