Prof. Dr. Jürgen Paul Schwindt

26.05.2014 – 08.06.2014 zu Gast am ZfL

Ordentlicher Professor für Klassische Philologie und Direktor des Heidelberger Seminars für Klassische Philologie

Zur Person / Vita

Jürgen Paul Schwindt war vom 26.05.–08.06.2014 auf Einladung des stellvertretenden Direktors Stefan Willer Fellow am ZfL. Während seines Gastaufenthaltes hielt er am 28.05.2014 im Rahmen des Workshops »Deutsch als Sprache der Geisteswissenschaften I: Ursprünge um 1800« einen Vortrag zum Thema  »Stilübungen oder Wie deutsch ist das griechisch-römische Altertum?«.

Video: Jürgen Paul Schwindt im Interview über seinen Aufenthalt am ZfL

Nach dem Studium der griechischen, lateinischen und indischen Philologie wurde Schwindt 1993 an der Universität Bonn promoviert und 1997/98 im Fach Klassische Philologie an der Universität Bielefeld habilitiert. Einer Vertretung des Lehrstuhls Klassische Philologie/Latinistik (1998–2000) folgte der Ruf auf den Heidelberger Lehrstuhl für Klassische Philologie: Lateinische Literaturwissenschaft. Seit 2000 ist er Ordentlicher Professor für Klassische Philologie und Direktor des Heidelberger Seminars für Klassische Philologie und seit 2014 Vorsitzender des Lenkungsgremiums der in Heidelberg neu eingerichteten Klassischen und Modernen Literaturwissenschaft. 

Darüber hinaus ist Jürgen Paul Schwindt Herausgeber der »Bibliothek der klassischen Altertumswissenschaften«, Mitglied der Forschergruppe »La poésie augustéenne« (Verbund latinistischer Lehrstühle der Universitäten Cambridge, Dublin, Florenz, Genf, Heidelberg, Lille, London, Oxford, Rom und Udine) und Vorsitzender der Jury zur Vergabe des »Heidelberger Förderpreises für klassisch-philologische Theoriebildung«.

Arbeitsschwerpunkte

  • Geschichte und Theorie der lateinischen Literatur(geschichte)
  • Semiotik der spätrepublikanischen, augusteischen und neronischen Literatur
  • Klassische und Moderne Literaturwissenschaft (Komparatistik)
  • Theorie der Philologie

Publikationen

  • Was ist eine philologische Frage? Beiträge zur Erkundung einer theoretischen Einstellung, (Hg.), Frankfurt a.M. 2009
  • »Monumente machen. Foucault und die epigrammatische Methode«, in: Parrhesia. Foucault und der Mut zur Wahrheit, hg. v. P. Gehring/A. Gelhard, Zürich 2012, S. 85–102 
  • »The Philology of History. How and what Augustan Literature Remembers: Horace, Vergil and Propertius«, in: J. Farrell/D. P. Nelis (Hg.), Augustan Poetry and the Roman Republic, Oxford 2013, S. 40–56
  • »Der Sound der Macht. Zur onomatopoetischen Konstruktion des Mythos im Zeitalter des Augustus«, in: La costruzione del mito augusteo, hg. v. M. Labate/G. Rosati, Heidelberg 2013, S. 69–88
  • »Ordo and insanity. On the pathogenesis of Horace’s Ars poetica«, in: Materiali e Discussioni 72, 2014, S. 197–216

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