Walter Benjamins Konzept der Montage

Im Mittelpunkt des Dissertationsprojektes steht Walter Benjamins Konzept der Montage. Der einzigartige Status des Begriffs innerhalb von Benjamins Werk resultiert aus der doppelten Rolle der Montage als philosophischem Konzept einerseits und literarischer Methode seines eigenen Schreibens andererseits. Über die Darstellung von Benjamins Montagetheorie hinaus soll mit diesem Projekt Benjamins Bedeutung nicht nur als Literatur- und Kunstkritiker, sondern auch als philosophischer ›Monteur‹ hervorgehoben werden, der seine Texte aus der ›Abfall der Geschichte‹ konstruiert. Darüber hinaus wird danach gefragt, wie die Konjunktur der Montagepraxis und -theorie in der Weimarer Republik und der Sowjetunion Benjamins Geschichts-, Literatur- und Kunstphilosophie beeinflusst hat.

Stipendium der Studienstiftung des Abgeordnetenhauses von Berlin 01.10.2018–31.07.2019
Leitung: Noa Levin