Exophonie
Anders-Sprachigkeit (in) der Literatur

LiteraturForschung Bd. 3
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2007, 302 Seiten
ISBN: 978-3-86599-024-2

Literatur ist per definitionem exo-phon: Niemand schreibt, wie sie spricht. In jüngster, von Migration, Exil und Diaspora besonders geprägter Zeit ist es längst nicht mehr nur eine Ausnahme von der Regel, wenn ein Schriftsteller nicht in seiner sog. Muttersprache schreibt. Mehr noch: 'Erst-' und 'Zweitsprache', 'eigene' und 'fremde' Sprache wirken aufeinander, vertauschen und vermischen sich: "Sprache und Sprachen – jeweils und miteinander eine Gemengelage." (Oskar Pastior) Dieses Buch untersucht theoretisch aufschlussreiche Ausformungen und Konsequenzen dieser literarischen Vielsprachigkeit, in verschiedenen historischen Stadien und an verschiedenen Schauplätzen: Konstruktionen von Nationalliteratur und -sprache in England, Deutschland oder Senegal, Selbst- und Fremdübersetzungen in Japan, Kamerun oder Frankreich, postkoloniale Aneignungsprozesse in der Karibik, Nigeria oder Deutschland. Der Band enthält Beiträge von Schriftstellern und Wissenschaftlern: Susan Arndt, Elleke Boehmer, Ottmar Ette, Andrew James Johnston, Franz Kafka, Susanne Mühleisen, Dirk Naguschewski, Uche Nduka, Patrice Nganang, Christina Pareigis, Oskar Pastior, Robert Stockhammer, Yoko Tawada, Jürgen Trabant, Peter Utz, Daniel Weidner und Stefan Willer.

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Veranstaltung

Konferenz
13.01.2005 – 15.01.2005 · 14.00 Uhr

Exo-Phonie. Anders-Sprachigkeit (in) der Literatur

Zentrum für Literaturforschung, Jägerstr. 10/11, 10117 Berlin, R. 06

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Medienecho

01.03.2010
Exophonie [PDF]

Rezension von Reine Meylaerts, in: Translation Studies, 3:1