Halbzeug
Textverarbeitung

edition suhrkamp
Suhrkamp Verlag, Berlin 2018, 109 Seiten
ISBN: 978-3-518-07358-2

Wo alles Text ist, weil alles Code ist, gibt es kein Werk mehr, nur noch Halbzeug, vorgefertigtes Rohmaterial. Bilder, Filme, Töne, Wörter – im Digitalen ist alles offen dafür, wieder und weiterverarbeitet, transcodiert und prozessiert zu werden. Hannes Bajohrs Lyrikband beweist, dass aus recycelten Texten scharfsinnige Gedichte entstehen können. Inspiriert von der Avantgarde der Moderne, bedient er sich der Technik des 21. Jahrhunderts: Mit Hilfe von Algorithmen hat er u. a. die Romane Kafkas, Bundestagsprotokolle oder Klimaschutzberichte fragmentiert, transkribiert und neu geordnet. Seine Gedichte eröffnen so einen ganz anderen Blick auf Rezeption und Autorschaft im Zeitalter der Digitalisierung.

Medienecho

11.10.2018
Die Zeichen verdichten sich. Lyrik für den Herbst

Debatten über Fassaden-Gedichte, Instapoeten, Büchnerpreis - Lyrik ist derzeit überall. Kein Wunder: Zeitgenössische Dichtung ist ein idealer Ausdruck unserer Gegenwart. Ein Überblick.
Sammelrezension von Anne Haeming, in: Spiegel Online vom 11.10.2018

20.08.2018
Maschinen lesen besser

Der Autor Hannes Bajohr benutzt digitalisierte Text-Korpora von Kafka, den Brüdern Grimm oder auch von Managementfibeln und arrangiert sie um. Das ist oft lustig und manchmal sehr erhellend. Halbzeug heißt sein neues Buch.
Rezension von Hans Hütt, in: die tageszeitung vom 20.08.2018

18.07.2018
Hannes Bajohr: »Halbzeug«. Der Automatengedichtautomat

Radiobeitrag von Miriam Zeh (und Gespräch mit Hannes Bajohr), in: Deutschlandfunk, Sendung Büchermarkt vom 18.07.2018 (14:19 min)

28.06.2018
Die wundersamen Verse des Hans-Olaf Henkel. Konzeptlyrik: Hannes Bajohrs Debütband »Halbzeug«

Rezension von Christian Metz, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2018, Nr. 147, S. 10

21.06.2018
Gespräch mit Hannes Bajohr über digitale Literatur

Statt des dichterischen Selbstausdrucks stehen bei digitaler Poesie Konzepte und Algorithmen im Vordergrund. Der Berliner Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Hannes Bajohr nennt diese Methode in seinem neuen Buch »Halbzeug« Textverarbeitung. Radiogespräch, in: WDR 5, Sendung: Scala vom 21.06.2018

15.06.2018
Begrenzte Versuchsanordnungen

Rezension von Elke Heinemann, in: Fixpoetry. Wir reden über Literatur vom 15.06.2018

14.06.2018
»Ins Digitale verstrickt«

Der Literaturwissenschaftler Hannes Bajohr beschäftigt sich damit, wie sich Text, Rezeption und Autorenschaft im Zeitalter der Digitalisierung verändern. Interview von Philipp Idel, in: jungle world, Ausgabe 2018/24 (online am 14.06.2018)

05.06.2018
Automatengedichtautomat

Essay von Hannah Krug, u.a. über Hannes Bajohrs »Halbzeug«, in: Epitext. Blog zum Internationalen Literaturpreis vom 05.06.2018

04.06.2018
Wovon wir reden, wenn wir von digitaler Literatur reden

Verändert die fortschreitende Digitalisierung neben dem Buchmarkt auch die Textproduktion? Artikel von Fabian Thomas, in: bookbytes. Blog für Digitales vom 04.06.2018

01.06.2018
Cause we’re writing in a material world

Rezension von Timo Brandt, in: Signaturen. Forum für autonome Poesie

07.05.2018
Im Textlabor

Hannes Bajohr seziert Texte und arrangiert sie neu. Das kann überfordern. Interview von Jan C. Behmann, in: der Freitag vom 07.05.2018

05.05.2018
Das Digitale als großes Versprechen

Alles ist Text, Bilder, Töne, Filme sind Text. In seinem Lyrikband »Halbzeug« wirbelt Hannes Bajohrs alles durcheinander: Ein originelles philosophisches Lese- und Hörabenteuer über die größte Revolution der letzten Jahrzehnte: die Digitalisierung. Radiobeitrag von André Hatting, in: Deutschlandfunk Kultur, Sendung: Buchkritik vom 05.05.2018

13.04.2018
Textverarbeitung neu gedacht

Rezension von Friederike van Stephaudt, in: rosinenpicker@goethe.de (Buch- und Medienmarktblog des Goethe-Instituts) vom 13.04.2018

05.04.2018
»Hilfe, zwischen meinen Buchdeckeln sind Algorithmen«*

Artikel und Rezension von Berit Glanz, in: 54books. Klassiker und anspruchsvolle moderne Literatur vom 05.04.2018