Kulturheros
Genealogien. Konstellationen. Praktiken

LiteraturForschung Bd. 28
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2017, 644 Seiten
ISBN 978-3-86599-316-8

Die Moderne hat ein neues Symbol kollektiver Identität hervorgebracht: den Kulturheros. Dichter, Künstler und Gelehrte traten teils neben sakrale oder politische Herrscher, teils lösten sie diese als nationale Autoritätsfigur ab. Anhand von Konstellationen, in denen Einzelne als Religionsstifter, Stadtgründer oder Nationaldichter Kultstatus erlangt haben, untersuchen die Autoren dieses Bandes Heroen wie Luther, Voltaire, Schiller, Wagner, Puškin oder Gagarin. Dabei interessieren sie sich nicht nur für die Genese des Kulturheros, sondern auch für dessen Nachleben. Ein besonderes Augenmerk gilt medialen Techniken und kulturellen Praktiken (wie Totenmasken, Bildnissen, Filmen oder Jubiläen), die die Figur des Kulturheros erst im Spannungsfeld von Kult, Kultur und Politik konstituieren.

Veranstaltung

Workshop
26.02.2010 – 27.02.2010 · 01.00 Uhr

Der Kulturheros – ein Paradigma zwischen Kult, Kultur und Politik

ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Seminarraum 303

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