Ränder des Archivs
Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Entstehen und Vergehen von Archiven

LiteraturForschung Bd. 30
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2016, 240 Seiten
ISBN: 978-3-86599-334-2

Archive sind die Labore der Geistes- und Kulturwissenschaften. Sie sind nicht nur Speicher von Informationen, sondern auch Orte der Produktion und kulturellen Organisation von Wissen, an denen die materiellen Objekte – Aufzeichnungen, Bilder, Artefakte – mit ihrem je spezifischen Eigenleben wechselnde Sinnzuschreibungen erfahren und in Wahrheitspraktiken verwickelt werden. Die gegenwärtig zu beobachtende Dynamisierung und Pluralisierung des Archivbegriffs lenkt das Interesse auf die Ränder der Archive: Hier wird der Zu- oder Abgang zum Archiv geregelt, hier werden Objekte umgeordnet oder umformatiert, hier geht Privateigentum in Kulturerbe über, hier wird das Archivierte aber auch von Unlesbarkeit und Zerfall bedroht. Die Beiträge des Bandes fragen nach der epistemischen Bedeutung dieser Ränder für Theorie und Praxis einer historischen Kulturwissenschaft in der Gegenwart.

Veranstaltung

Jahrestagung des ZfL
07.11.2013 – 09.11.2013

An den Rändern der Archive

ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Trajekte-Tagungsraum 308 und Archiv der Zentralstelle, BStU, Ruschestr. 103, Haus 7, 10365 Berlin

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Medienecho

17.04.2018
Ränder des Archivs

Rainer Hering: Neuerscheinungen zur Archivwissenschaft. Literaturberichte
in: Auskunft. Zeitschrift für Bibliothek, Archiv und Information in Norddeutschland 37 (2017) 2, S. 381f.