Warlam Schalamow: Über die Kolyma. Erinnerungen

Werkausgabe Bd. 7
Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2018, 288 Seiten
ISBN: 978-3-95757-540-1

Aus dem Russischen übersetzt von Gabriele Leupold, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Franziska Thun-Hohenstein.

Über die Kolyma versammelt autobiografische Texte des russischen Schriftstellers Warlam Schalamow. Anders als in seinem Hauptwerk, den Erzählungen aus Kolyma, schreibt er hier erkennbar und ohne Überhöhung ins Symbolische über sich selbst. Soweit sein Gedächtnis es hergab oder er es für angebracht hielt, rekonstruierte Schalamow, was ihm während der vierzehn Jahre Haft in den Lagern der Kolyma-Region (1937–1951) widerfahren war. Seinen eigenen Erlebnissen entnimmt er ein neues, erschreckendes Wissen über die Abgründe des Menschen, über »das Gesetz des Verfalls« wie über »das Gesetz des Widerstands gegen den Verfall«. Jahrzehnte später überprüft er dieses Wissen an sich selbst, befragt sein Gedächtnis. Die hier erstmals übersetzten Texte lassen den Leser unmittelbar teilnehmen an dem, was Schalamow in den Lagern erlebte, und zeigen sein Ringen um Selbsterkenntnis.

Veranstaltung

Buchpräsentation und Filmsequenzen im lcb
12.04.2018 · 19.30 Uhr

Über die Kolyma – Straße der Knochen

lcb - Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

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