Ringvorlesung zur Berliner Kulturwissenschaft an der HU Berlin
31.01.2018 · 18.00 Uhr

Stefan Willer: Überwachung. Zur Gegenwart und Geschichte einer Kultur-, Macht- und Selbsttechnik

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft, Dorotheenstraße 26, 10117 Berlin, Raum 208

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung zur Berliner Kulturwissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Überwachung ist ein Ensemble sozialer Praktiken, die auf Kontrolle, Sicherung und Fürsorge zielen. Überwacht wird hierarchisch von oben nach unten, aber auch von gleich zu gleich, und sogar sich selbst kann man überwachen. Die Vorlesung behandelt aktuelle Aspekte von Überwachung in historischer Perspektive, auch im Hinblick auf fantastische und imaginäre Szenarien. Gerade in diesen enthüllt sich die abgründige Faszination des Themas. Eine Kritik der Überwachung, die heute mehr denn je vonnöten ist, wird kaum umhinkommen, auch diese Faszination zur Kenntnis zu nehmen.

Die Ringvorlesung bietet den Studierenden des Master-Studienganges und Interessierten einen Einblick in die wichtigsten Positionen, Forschungsfelder und Methoden der Berliner Kulturwissenschaft. Sie eröffnet zugleich die Möglichkeit, sich intensiv mit ausgewählten Fragestellungen und Problemen der human-animal-studies, der border-studies, der Geschlechter-, Rassismus- und Intersektionalitätsforschung, der Kultur- und Wissensgeschichte, der Geschichte der Kulturtechniken und der Kulturtheorien, der transkulturellen Geschichte des Judentums sowie der kulturwissenschaftlichen Ästhetik auseinanderzusetzen.

Stefan Willer ist der stellv. Direktor des ZfL und Professor für Kulturforschung am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.