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Fr, 11.02. –
Sa, 12.02.2011

Workshop

Zur Urgeschichte der Moderne: Freud und Adorno

ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Seminarraum 303

Kontakt:
Christine Kirchhoff, Falko Schmieder

ZfL-Projekt(e):
Freud und die Naturwissenschaften: um 1900 und um 2000

Programm

Eine Veranstaltung in Kooperation von:

International Psychoanalytic University Berlin (IPU)tl_files/zfl/fotos/veranstaltungen/workshops/2011/ipu_logo.jpg

Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin (ZfL)

Die Ansätze der ‚ersten’ Kulturwissenschaft sind vor allem dadurch charakterisiert, dass sie Gegenstände behandeln, die quer zu disziplinären Grenzziehungen stehen und einzelwissenschaftlich nicht zu bewältigen sind. Dem entsprechend sind die Arbeiten der Vertreter der ersten Kulturwissenschaft durch eine Vielfalt methodischer Zugänge und durch ihre Aneignung und Verbindung des Wissens verschiedener Disziplinen gekennzeichnet. Exemplarisch hierfür steht Sigmund Freuds Psychoanalyse und Kulturtheorie, die ihrerseits zum Bezugspunkt verschiedener interdisziplinärer Ansätze wurde, unter anderem des von Theodor W. Adorno. Auf dem Workshop soll die Wechselwirkung bzw. das Spannungsverhältnis zwischen Kritischer Theorie und Psychoanalyse diskutiert werden, u.a. im Hinblick auf folgende Aspekte:

  • Entwicklungskonzepte und -modelle bei Freud und Adorno: Fortschritt, Naturgeschichte, Evolution, Negative Dialektik
  • Verhältnis von Aufklärung und Mythologie
  • Verhältnis von individuellem und kollektivem Bewusstsein, Begriff und Problem der Sozialpsychologie, Verhältnis von Ontogenese und Phylogenese
  • Zur Geschichte von Adornos Freudrezeption: Wann wurde Freud für Adorno wichtig, welche Aspekte seiner Theorie standen jeweils im Mittelpunkt seiner Rezeption etc.
  • Klaus Heinrichs Freud-Lektüre
  • Aktualität: zum Unabgegoltenen beider Ansätze

 

Programm

Freitag, 11.02.2011

14.30
Eröffnung

14.45-15.30
Birgit Erdle (Wien/Berlin): Der Chor und die Mägde: Passagen durch den Mythos bei Freud und Adorno

15.30-16.15
Martin Treml (ZfL): Geschlechterspannung, Katastrophenlust, Schicksalsverfallenheit: Klaus Heinrich liest Freud mit Adorno

16.45-17.30
Lilli Gast (IPU Berlin): Marginalien zum Junktim von Forschen und Heilen

17.30-18.15
Emil Angehrn (Basel): Leiden beredt werden lassen. Zwischen Kritischer Theorie und Psychoanalyse

18.15-19.00
Erik Porath (ZfL): Schmerz und Gedächtnis. Sublimierung als Vermittlung?


Samstag, 12.02.2011

10.30-11.15

Sigrid Weigel (ZfL): Adornos Traumprotokolle

11.15-12.00
Helmut Dahmer (Wien): Adornos Blick auf die Psychoanalyse

13.00-13.45
Alex Gruber (Wien): Leiblichkeit und Triebbegriff. Zur Rolle der Natur in der kritischen Theorie Adornos

13.45-14.30
Christine Kirchhoff (ZfL): Anpassung und Unvernunft. Lebensnot bei Freud und Adorno

15.00-15.45
Magnus Klaue (Berlin): Das Unbehagen an der Natur. Kritische Theorie und Triebtheorie in der "Dialektik der Aufklärung"

15.45-16.30
Gunzelin Schmid-Noerr (Mönchengladbach): Adornos Utopik