Hintergründe
16.02.2015 · 16.00 Uhr

Nachdenken über Karikaturen

Ort: ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Trajekte-Tagungsraum

Programm

16.00–17.30

  • Andreas Platthaus (FAZ): Checkpoint »Charlie«
  • Sigrid Weigel (ZfL): Infame Bilder und die zwei Körper der Karikatur

18.00

  • Angelika Neuwirth (FU Berlin): Die ›Verweigerung der Typologie‹ und der Anfang der Muhammed-Karikaturen
  • Martin Treml (ZfL): Spottkulturen der westlichen Religionen und ihr Nachleben

Im Anschluss: Podiumsdiskussion

Mit der aktuellen Polarisierung in der Diskussion über die Karikaturen von Charlie Hebdo ist – zum wiederholten Male – ein Bilderstreit ausgebrochen, der die ohnehin eskalierenden Spannungen zwischen unversöhnlichen politischen und religionskulturellen Positionen noch weiter verschärft. Angesichts dieser brisanten Situation ist es dringend geboten, grundsätzlich über dieses Genre nachzudenken: über die Herkunft und Entwicklung von Karikaturen, die politischen Voraussetzungen ihrer Produktion, ihre visuellen Strategien zwischen Kritik und Bildsatire, ihre kulturellen und religionsgeschichtlichen Implikationen.

Zu den Teilnehmern:

Abb. oben: P. L. Ghezzi, Karikatur (ca. 1700), British Museum, London [Quelle: Ernst H. Gombrich, Meditationen über ein Steckenpferd. Von den Wurzeln und Grenzen der Kunst, Frankfurt a.M. 1978, Bildteil Nr. 85].