Herbert Kopp-Oberstebrink, Hannah Markus, Martin Treml, Sigrid Weigel (Hg.)
Unter Mitarbeit von Theresia Heuer

Gershom Scholem: Poetica
Schriften zur Literatur, Übersetzungen, Gedichte

Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Berlin 2019, 783 Seiten
ISBN: 978-3-633-54292-5

Gershom Scholems Name steht über die Fachgrenzen der Jüdischen Studien hinaus für die Geschichte der jüdischen Mystik und des jüdischen Messianismus. Weniger bekannt ist, dass er zeitlebens intensiv mit Dichtungen und Übersetzungen sowie mit philologischen sprachtheoretischen Fragen befasst war. Die Edition zeigt diese literarische Seite des bekannten Religionswissenschaftlers. Sie gibt erstmals umfassend und systematisch Einblick in die Arbeit des Literaten und Übersetzers, des Intellektuellen und Kritikers, indem sie Scholems Poetica in sechs Abteilungen versammelt und die einzelnen Texte ausführlich kommentiert.
Gerschom Scholem erscheint hier als engagierter Intellektueller Israels, der sich in zeitgenössische Debatten um Autoren im Lande und um solche in der Diaspora einschaltete und intervenierte, so analytisch wie aufgeregt.

Medienecho

29.05.2019
Das deutsch-jüdische Gespräch, eine Illusion? Gershom Scholem rang sein Leben lang darum, verkörperte es: die »Poetic« vorzüglich kommentiert

Rezension von Wolfgang Matz, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.05.2019

24.03.2019
Zurück zur Sprache der Bibel. Gershom Scholem: "Poetica"

Radiorezension von Hans-Martin Schönherr-Mann, in: Deutschlandfunk, Sendung Büchermarkt vom 24.03.2019

15.03.2019
Der Mann, der sich in eine Bibliothek verliebte. Poetica

Rezension von Eberhard Geisler, in: Frankfurter Rundschau vom 15.03.2019