Herbert Kopp-Oberstebrink, Martin Treml (Hg.)
unter Mitarbeit von Theresia Heuer und Anja Schipke

Jacob Taubes: Apokalypse und Politik
Aufsätze, Kritiken und kleinere Schriften

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2017, 446 Seiten
ISBN: 978-3-7705-6056-1

Jacob Taubes war ein Denker zwischen Judentum und westlicher Philosophie, die sich ihm von Parmenides bis Marx und Kierkegaard, Heidegger und Benjamin spannte, »von Ionien bis Jena«, wie er zu sagen pflegte. Er dachte existentiell, weil er sich in einer postkatastrophalen Zeit wusste, in der er Parallelen zur Spätantike erkennen wollte, in der Streit zwischen Christus und den Cäsaren herrsche. Religionsgeschichtliche Befunde benutzte er als ein Arsenal von Figuren und Konstellationen zur Veränderung der Gegenwart. Darauf richtete sich sein Interesse, denn er war mit der Moderne so entzweit wie die antiken Gnostiker mit ihrer Zeit. Taubes war auch ein begnadeter Polemiker, der keine Auseinandersetzung scheute, aber auch zu würdigen verstand.
Die in diesem Band versammelten, teils bisher unpublizierten Schriften enthalten sowohl den ersten als auch den letzten von Taubes selbst für eine Publikation verfassten Text und umspannen den Zeitraum von 1942 bis 1987. Sie machen zahlreiche in englischer Sprache verfasste Abhandlungen in deutscher Übersetzung zugänglich und lassen sich sowohl als Einführung in Taubes’ eschatologisches und gnostisches Denken als auch als Weiterführung seiner bereits vorliegenden Arbeiten lesen. Die Sammlung umfasst Kongress- und Rundfunkvorträge, Aufsätze, Vorworte, Interventionen, Buchbesprechungen und Würdigungen.

Veranstaltung

Workshop am IFK Wien
06.04.2017 · 14.00 Uhr

Apokalypse und Politik. Zur Aktualität von Jacob Taubes

IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften/Kunstuniversität Linz in Wien, Reichsratsstr. 17, 1010 Wien (Österreich)

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