ZfL INFO 25/2026: Walter Benjamin Förderpreis für junge Forschende für Daniel Gönitzer und Melanie Konrad
Walter Benjamin Förderpreis für junge Forschende für Daniel Gönitzer und Melanie Konrad
Aus 17 Einreichungen für den Walter Benjamin Förderpreis für junge Forschende wurde das Exposé »Benjamins Tiere. Figurationen des Animalischen« von Daniel Gönitzer und Melanie Konrad (beide Wien) ausgewählt.
Der mit 4.500 Euro dotierte Preis wird von der International Walter Benjamin Society, dem Walter Benjamin Archiv und dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung gestiftet und ermöglicht jungen Forscher*innen die eigenständige Konzeption, Organisation und Durchführung eines zweitägigen Workshops.
Im geplanten Workshop möchten die Preisträger:innen die Rolle des Tieres und des Animalischen als epistemologischer und poetologischer Denkfigur bei Benjamin erörtern. Tiere erscheinen in Benjamins Texten als Projektionsflächen für das Unheimliche, das Komische, das Fragile. Als Figuren des Rätselhaften und Vergessenen verweisen sie auf Benjamins Auseinandersetzung mit Fragen der Geschichtlichkeit. Der Workshop verfolgt schließlich das Ziel, die Benjamin-Forschung ins Gespräch mit Animal Studies, Ökokritik, Medienanthropologie und Posthumanismus zu bringen.
Der Workshop wird voraussichtlich im Winter 2026 in Berlin stattfinden.
Walter Benjamin Prize for Early Career Researchers awarded to Daniel Gönitzer und Melanie Konrad
Out of a total of seventeen submissions for the Walter Benjamin Prize for Early Career Researchers, the selection committee has chosen the project “Benjamins Tiere. Figurationen des Animalischen” (Benjamin’s Animals. Figurations of Animality) by Daniel Gönitzer and Melanie Konrad (Vienna).
The 4,500 Euro award, jointly funded by the International Walter Benjamin Society, the Walter Benjamin Archive and the Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, is designed to enable Early Career Researchers to organize a two-day workshop.
In the planned workshop, the award winners would like to discuss the role of animals and animality as epistemological and poetological figures of thought in Benjamin’s work. In Benjamin’s texts, animals appear as projections of the uncanny, the comical, and the fragile. As figures of mystery and oblivion, they refer to Benjamin’s examination of questions of historicity. The workshop aims to bring Benjamin research into dialogue with animal studies, ecocriticism, media anthropology, and posthumanism.
The workshop is expected to take place in winter 2026 in Berlin.