Freuds Referenzen
[Freud's References]

LiteraturForschung Bd. 15
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2012, 252 pages
ISBN: 978-3-86599-162-1

Die Psychoanalyse Sigmund Freuds hat ihre Spuren in nahezu allen Wissensfeldern des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Doch auch Freud selbst war eingebunden in zeitgenössische Diskurse, entwickelte die Psychoanalyse in Korrespondenz mit bereits bestehenden Disziplinen. In seiner Bezugnahme auf Disziplinen wie Neurologie, Entwicklungsgeschichte, Embryologie oder Psychiatrie, aber auch auf Kunst und Literatur zeigt sich, dass Arbeiten mit Referenzen bei Freud zweierlei bedeutet: Einerseits entwickelt er aus dem Material, auf das er sich bezieht, Fragen und Deutungen seiner eigenen Theorie, andererseits übt die Beschäftigung auch mit zu seiner Zeit einer wissenschaftlichen Psychologie zunächst ferner erscheinenden Gegenständen wiederum Einfluss auf diese aus. Damit verändern sie sich innerhalb des Freudschen Bezugnehmens, die psychoanalytische Interpretation verändert sie – indessen auch umgekehrt: Das Material, das Freud bearbeitet, zeitigt Einfluss auf seine Theorie. Beide Bewegungen lassen sich kaum trennen. Anlässlich der gegenwärtigen Wiederentdeckung der Psychoanalyse durch die Neurowissenschaften, werden in »Freuds Referenzen« wissenschaftshistorische Wurzeln und Einflüsse im Werk Freuds sowie die Konjunkturen der Bezugnahme auf die Psychoanalyse von verschiedenen Seiten her in den Blick genommen.
Mit Beiträgen von Peter Berz, Brigitte Boothe, Felicity Callard/Constantina Papoulias,Knut Ebeling, Ilit Ferber, Eckart Goebel, Christine Kirchhoff, Armin Schäfer, Gerhard Scharbert, Heinz Schott und Mai Wegener.

Event

Workshop
13 Jul 2009 – 14 Jul 2009 · 2.00 am

Freuds Referenzen

ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et.. Raum 303

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Media Response

06 Mar 2013
Widerständige Komplikationen. Das Freud’sche Erbe und die Neurowissenschaften [PDF]

Rezension von Sören Stange, in: IASLonline vom 06.03.2013

23 Jan 2013
Freuds Referenzen [PDF]

Rezension von Michael B. Buchholz, in: Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e. V., Psycho-News-Letter Nr. 94 »Ein kleiner Literaturrundflug«, Januar 2013, S. 1–4