»Manchmal haben wir Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um zu erfahren, was ein bestimmtes Wort überhaupt heißt...«
Gundula Tschepego im Porträt

Porträt der Übersetzerin Gundula Tschepego in der Reihe Übersetzen. Werke & Tage bei TOLEDO

Das Gespräch führte Nina Weller am 2.6.2025 in Altstrelitz/Neustrelitz

Gundula Tschepego (geb. Randow) wurde 1944 in Altstrelitz geboren. Nach Buchhändlerlehre in Neustrelitz und Slawistikstudium in Berlin lebte sie als Übersetzerin in Minsk und seit 1988 wieder in ihrem Elternhaus in Altstrelitz. Sie hat aus dem Russischen und Belarussischen unter anderem Jakub Kolas, Maxim Harezki, Anatoli Kudrawez, Iwan Melesch und Vasyl Bykaŭ sowie zahlreiche Kinderbücher übersetzt. Bekannt ist sie vor allem für ihre Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann, dem Übersetzer und Germanisten Wladimir Tschepego (1939–2014) und ihrem Bruder, dem Übersetzer und Herausgeber Norbert Randow (1929–2013). Gemeinsam bildeten sie ein einzigartiges Übersetzertrio, das für die wichtigsten deutschsprachigen Editionen belarussischer Literatur in der DDR und darüber hinaus verantwortlich ist. Neben ihrer Übersetzungsarbeit war Gundula Tschepego viele Jahre in der Kulturarbeit in Neustrelitz aktiv. Als Mitarbeiterin des Karbe-Wagner-Archivs trug sie wesentlich zur Sichtbarmachung des Heimatforschers Walter Karbe und seines Nachlasses bei. Zudem ist sie eine prägende Akteurin der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz, die sie mit literarischen und filmkulturellen Aktivitäten zu einem kulturellen Treffpunkt und Ort des Austauschs mitgestaltet hat. Für ihr Engagement für das östliche Europa, für Weltoffenheit im ländlichen Raum und für die Aufarbeitung und Bewahrung der Regionalgeschichte erhielt sie 2022 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

zur Schriftfassung des Gesprächs

Video: © Deutscher Übersetzerfonds

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