Vortragsaudio und -folien: Die Briefmarke. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf eine vergehende Kunstform (Dirk Naguschewski)

Die »Welt im Kleinen« sah der Kunsthistoriker Aby Warburg auf Briefmarken; der Kulturphilosoph Walter Benjamin nannte sie »Visitenkarten, die die großen Staaten in den Kinderstuben abgeben«. In den politisch und wirtschaftlich unruhigen 1920er Jahren wurde die Briefmarkengestaltung als Schauplatz politischer Ikonographie heiß diskutiert. Man kommt nicht umhin, den kulturellen Bedeutungsverlust dieser kleinsten aller grafischen Kunstformen in den letzten Jahren festzustellen. Heute kämpft sie angesichts der Durchsetzung elektronischer Post ums Überleben. Der Vortrag fragt danach, ob Walter Benjamin Recht hatte, als er schrieb: »Bald wird es keine Marken mehr geben. Sie waren eine Schöpfung des 19ten Jahrhunderts.«?

Der Vortrag von Dirk Naguschewski gehört zur Vortragsreihe des ZfL im Rahmen der Ausstellung In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code (26.09.2014–22.02.2015) des Museums für Kommunikation Berlin.

Folien zum Vortrag (als pdf)

Audio: © ZfL

Dirk Naguschewski: Die Briefmarke. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf eine vergehende Kunstform

Das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung hat sich in jedem Fall um die Beachtung der Urheberrechte von Personen und an den verwendeten Materialien bemüht. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte die Webredaktion des ZfL.