Erbfälle
Theorie und Praxis kultureller Übertragung in der Moderne

Trajekte-Buchreihe
Wilhelm Fink Verlag, München 2014, 397 Seiten
ISBN: 978-3-7705-5068-5

Erbe und Moderne – diese Verknüpfung ist so naheliegend wie widersprüchlich. Naheliegend ist sie mit Blick auf die neuere Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, handelt es sich doch beim Erbe um einen Schlüsselbegriff zur Bestimmung von Eigentum, Eigenschaften und Eigenheiten im Spannungsfeld von Recht, Biologie und Kulturpolitik. Widersprüchlich erscheint die Konjunktion zwischen Erbe und Moderne hingegen, weil erbliche Übertragungen oft mit deterministischen Festlegungen gleichgesetzt werden und so in der Moderne geradezu unter Generalverdacht stehen.
Erbfälle ist eine kultur- und literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Erbe als einem unabgegoltenen Problem der Moderne. Der erste Teil rekonstruiert die interdisziplinäre Theoriegeschichte, in der sich in den Jahrzehnten um 1900 die maßgeblichen Konzepte des Erbes herausbildeten. Der zweite Teil differenziert das damit umrissene Feld anhand einer Reihe literarhistorischer Fallstudien vom späten 19. Jahrhundert bis in die siebziger Jahres des 20. Jahrhunderts.

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Medienecho

11.03.2015
Erbfälle. Theorie und Praxis kultureller Übertragung in der Moderne [PDF]

Rezension von Simon Trautmann, in: Zeitschrift für Germanistik, NF 25 (2015) Heft 2, S. 425–478

24.02.2015
Erbe und Vererbung

Sammelrezension vonTill Kössler, in: H-Soz-Kult vom 24.02.2015,  lesen

08.01.2015
Erbstreitereien in Literatur, Wissenschaft und Weltkultur

Über Stefan Willers »Erbfälle« sowie über den gemeinsam mit Sigrid Weigel und Bernhard Jussen herausgegebenen Sammelband »Erbe«. Rezension von Sebastian Schreull, in: literaturkritik.de vom 08.01.2015, lesen