Lesung und Gespräch im Literaturforum im Brecht-Haus
04.12.2018 · 20.00 Uhr

Chronik der Gegenwart. Tagebuch und Zeitgeschichte

Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin

Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus in Kooperation mit dem ZfL im Rahmen der Reihe »Vielleicht wird man eines Tages nur noch Tagebücher schreiben«. Tagebuch und Literatur im zwanzigsten Jahrhundert
Konzept und Organisation: Daniel Weidner

In den letzten Jahrzehnten gibt es ein starkes Interesse an historischen Tagebüchern als echten Zeitzeugnissen, die neben und oft gegen die »professionelle« Geschichtsschreibung auf der eigenen, privaten Perspektive beharrt. Dass dabei nicht im Rückblick, aus kontemplativer Distanz zum Geschehen erzählt wird, sondern mitten aus diesem heraus notiert wird, macht diese Texte nur um so interessanter.

Rüdiger Graf (PD für Geschichte, Potsdam, Hg. von Selbstreflexionen und Weltdeutungen. Tagebücher in der Geschichte und der Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts, 2015) und Detlev Schöttker (Prof. für Germanistik, Berlin, spezialisiert auf literarische Formen der Chronik) erörtern, wie Zeitgeschichte im Tagebuch verarbeitet wird, und wie wir als Leser das erfahren. Gelesen werden Tagebuchausschnitte von Victor Klemperer, Erich Kästner, aus dem Echolot (Hg. Walter Kempowski) sowie aus der Verborgenen Chronik (Hg. von Lishbeth Exner und Herbert Kapfer).

Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 19.00 Uhr
Keine Reservierung. Karten ausschließlich an der Abendkasse.

zur Veranstaltungsreihe:

Das Tagebuch gehört zu den weit verbreitetsten und zugleich vielfältigsten Formen des Schreibens. Es kann Medium der Selbstbildung und Kultivierung von Innerlichkeit sein oder Form der Beobachtung der Gegenwart – immer hat sich auch die Literatur für diese Form interessiert. Die Veranstaltungsreihe widmet sich an vier Abenden mit Lesungen und Diskussionen mit Experten dem Verhältnis von Tagebuch und Literatur im 20. Jahrhundert.

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