Vortrag
05.10.2018 · 19.00 Uhr

Samuel Weber (Chicago/Paris): Berlin, 1. Mai 1968. Ein Augenblick

Ort: ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Trajekte-Tagungsraum

Deutsches Literaturarchiv Marbach (DLA) in Kooperation mit dem ZfL

Der 1. Mai 1968 in Berlin ist durch die drei Tage später einsetzende Studentenrevolte in Paris weitgehend aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden. Und dennoch, für Einen, der diesen Tag damals miterlebt hat, behält er eine ganz besondere Bedeutung, deren Tragweite vielleicht nicht auf den Augenzeugen allein beschränkt ist. Ausgehend von Nietzsches rätselhafter Bestimmung des »Augenblicks« im dritten Teil des Zarathustra (Vom Gesicht und Rätsel) – nämlich als ein Torweg zwischen Vergangenheit und Zukunft – versucht der Vortrag, etwas von dieser Bedeutsamkeit, die auch für die heutige Zeit wichtig sein könnte, wieder zugänglich zu machen.

Samuel Weber ist Avalon Foundation Professor of Humanities an der Northwestern University in Chicago. Er leitet zudem das Paris Program in Critical Theory.
Veröffentlichungen: »Benjamin’s -abilities« (Harvard University Press 2008), »Theatricality as a Medium« (Fordham University Press 2004) u.a.

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe »Aktualisierungen. Die Gegenwart von ’68«, die das von der VolkswagenStiftung geförderte internationale Archivforschungsprojekt 1968. Ideenkonflikte in globalen Archiven am Deutschen Literaturarchiv Marbach im Jahr 2018 bundesweit organisiert.