Das unstimmige Gesamtkunstwerk. Wagner-Inszenierungen zwischen künstlerischem Handwerk und ästhetischer Ideologie

Das Projekt untersuchte Richard Wagners Theorie des Gesamtkunstwerks im Verhältnis zur Moderne. Am Beispiel der Geschichte des Wagner-Gesangs – insbesondere an der Figur der multifunktionalen, die Arbeitsteiligkeit und Fragmentiertheit der modernen Opernindustrie aufhebenden »Singschauspielerin« und an der Debatte um den Abfall des Wagner-Gesangs – wurden in dem Forschungsprojekt die materiellen Auswirkungen von Wagners Kunstideologie untersucht.

Das Projekt wurde zusätzlich von Prof. Dr. Anno Mungen von dem zur Universität Bayreuth gehörenden Forschungsinstitut für Musiktheater, Schloss Thurnau, betreut.

Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung 2015–2017
Leitung: Luka Nakhutsrishvili

Publikationen

  • »The promising ruins of the German prima donna. Wilhelmine Schröder-Devrient and German musical discourse in the nineteenth century«, in: Geschichte und Repräsentation. Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 46. Göttingen: Wallstein 2018, 33–71
  • »Richard Wagner als Kulturheros. Metonymien und Inflationen einer brüchigen Identität«, in: Zaal Andronikashvili, Giorgi Maisuradze, Franziska Thun-Hohenstein, Matthias Schwartz (Hg.): Der Kulturheros. Genealogien. Konstellationen. Praktiken. Berlin: Kulturverlag Kadmos 2017, 282–308
  • »Der Künstler in der Zeit Baudelaires und Wagners und der ›Tannhäuser‹-Skandal in der Pariser Oper«, Einleitender Aufsatz zu Charles Baudelaire, Richard Wagner und ›Tannhäuser‹ in Paris, übersetzt von L. Nakhutsrishvili. Tbilissi: Bakur Sulakauri 2016, 7–34 [auf Georgisch]
  • »Gesamtkunstwerk mit Stimmendämmerung. Für eine aporetische Perspektive der Wagner-Rezeption«, in: Sven Friedrich (Hg.): Das Kunstwerk der Zukunft. Perspektiven der Wagnerrezeption im 21. Jahrhundert. Wagner in der Diskussion Bd. 11. Würzburg: Königshausen & Neumann 2014