Eine abstrakte Collage aus architektonischen Formen und fotografischen Fragmenten von Gebäuden mit einem rauchenden Schornstein am rechten Bildrand.
Vortrag
07.05.2026 · 18.00 Uhr

Fanny Wehner (ZfL): Vladimir Nabokov – Berlin wider Willen: fünf Adressen und ein Stadtführer

Ort: Heinrich-Schulz-Bibliothek, Otto-Suhr-Allee 98, 10585 Berlin

Vladimir Nabokov (1899–1977), einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, verbrachte fünfzehn Jahre in Berlin; hier wurde er zu jenem virtuosen Autor, der seinen einzigartigen russischen Stil später ins Englische überführen wird. Doch sein Verhältnis zu der deutschen Hauptstadt war im besten Fall gespalten. Zwar bot ihm das ›russische Berlin‹ mit seiner Vielfalt an Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen viele Möglichkeiten. Aber sein Leben in Berlin, das von Armut und persönlichem Verlust geprägt war, war schon bald durch den Nationalsozialismus bedroht. Nachdem Nabokov Berlin 1937 mit seiner jüdischen Frau Véra und dem gemeinsamen Sohn verlassen musste, kehrte er nie wieder zurück. Und doch hat er wundervolle Texte in und über Berlin geschrieben, in denen er sich vor dem Hintergrund des Berliner Alltags den großen Fragen des Lebens und der Kunst widmet.

Es lesen Daniel Petrenko und Moritz Tostmann, Studierende im Studiengang Schauspiel an der Universität der Künste Berlin.

 

Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf

Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, haben Jahre ihres Lebens in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg verbracht. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin (UdK) stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor.

 

Abb. oben: D.M. Nagu aus der Serie Songs for a Future Generation (2020) (Ausschnitt)

Programm

Donnerstag, 7.5.2026, 18.00
Fanny Wehner (ZfL): Vladimir Nabokov – Berlin wider Willen: fünf Adressen und ein Stadtführer
Es lesen Daniel Petrenko und Moritz Tostmann (UdK).

Montag, 1.6.2026, 18.00
Patrick Eiden-Offe (ZfL): Robert Walser –- Von Biel nach Berlin und zurück: Prosastückli aus dem Weltstadtgetümmel
Es lesen Kamil Saad Amad und Mia Dräger (UdK).

Donnerstag, 2.7.2026, 18.00
Shira Miron (Universität Basel): Gertrud Kolmar – Dichten gegen den Alltag
Es lesen Feryal Djavadi und Dilan Graf (UdK).