Blick auf einen Marmorsteinbruch mit hellen Marmorwänden, Arbeitsstraßen und Fahrzeugen.
Lesung und Gespräch
17.09.2026

Marmor, Quecksilber, Nebel – von der Kreislaufwirtschaft zwischen Schreiben, Material und Materie

Ort: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Eberhard-Lämmert-Saal, Eingang Meierottostr. 8, 10719 Berlin
Organisiert von Eva Geulen (ZfL), Carolyn Iselt (Bergische Universität Wuppertal), Britta Lange (HU Berlin), Sarah Schmidt (BBAW/HU Berlin)

Lesung und Gespräch mit Judith Schalansky im Rahmen der 11. Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft: Kritik und Kultur. Kulturwissenschaftliche Perspektiven

Ausgehend von ihren Poetikvorlesungen Marmor, Queksilber, Nebel (Suhrkamp 2026) spricht Judith Schalansky mit Gabriele Dürbeck über die ›Kreislaufwirtschaft‹ zwischen Sekundär- und Primärliteratur und über die Rolle des Materials für die Herstellung eines literarischen Textes. Dabei geht es etwa um die Frage, wie Materie zum Material wird, wie natürliche Stoffe und Phänomene den kreativen Prozess anstoßen und in das kulturelle Gedächtnis eingearbeitet werden und welche Widerstände dabei zu überwinden sind.

Judith Schalansky ist Schriftstellerin, Herausgeberin und Buchgestalterin. Zu ihren bekanntesten Werken zählen der Atlas der abgelegenen Inseln (2009), der Bildungsroman Hals der Giraffe (Suhrkamp 2011) und das Verzeichnis einiger Verluste (Suhrkamp 2018). 2025 hatte sie die Frankfurter Poetikdozentur inne; aus den dort gehaltenen Vorträgen ging das Buch Marmor, Quecksilber, Nebel (Suhrkamp 2026) hervor. Seit 2013 gibt Judith Schalansky die Reihe Naturkunden bei Matthes & Seitz Berlin heraus.

Gabriele Dürbeck ist Professorin für Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Vechta. Ihre Forschungsinteressen gelten u.a. dem naturkulturellen Gedächtnis im Anthropozän, den Rechten der Natur und Ökologiediskursen in der Gegenwartsliteratur.  

 

Abb. oben: qwesy qwesy: Marmorsteinbruch in Carrara (Ausschnitt). Quelle: Wikimedia Commons