Nina Weller (ZfL): Dinah Nelken – Heimat auf Widerruf: Wiederentdeckung einer Charlottenburger Schriftstellerin
Geboren in Charlottenburg, bewegte sich Dinah Nelken (1900–1989) in den literarischen und journalistischen Milieus der Weimarer Republik. Sie schrieb Romane, Drehbücher und Feuilletons und lebte zeitweise in der Künstlerkolonie Berlin-Wilmersdorf. Nach Flucht- und Exiljahren in Wien, Jugoslawien und Italien kehrte sie 1950 nach Berlin zurück. Heute ist sie weithin vergessen. Ihre Werke verbinden Großstadtleben, Exilerfahrung, politische Verwerfungen und persönliche Selbstbehauptung. Gerade Berlin blieb dabei ein zentraler Bezugspunkt ihres Schreibens – als Herkunftsort, Erinnerungsraum und literarische Heimat. Wir laden ein zu einer faszinierenden Wiederentdeckung.
Es lesen Julie Thiele und Roman Vetrov, Studierende im Studiengang Schauspiel an der Universität der Künste Berlin.
Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, haben Jahre ihres Lebens in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg verbracht. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin (UdK) stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor.
Abb. oben: D.M. Nagu aus der Serie Songs for a Future Generation (2020) (Ausschnitt)
Programm
Donnerstag, 19.11.2026, 18.00
Georgia Lummert (ZfL): Angela Rohr – Über Wilmersdorf nach Moskau: Psychoanalyse als Schule des Schreibens
Es lesen Emilie Defeu und Asena Ersöz (UdK).
Donnerstag, 10.12.2026, 18.00
Nina Weller (ZfL): Dinah Nelken – Heimat auf Widerruf: Wiederentdeckung einer Charlottenburger Schriftstellerin
Es lesen Julie Thiele und Roman Vetrov (UdK).
Donnerstag, 28.1.2027, 18.00
Claude Haas (ZfL): Im Herzen kein Berliner. Erich Maria Remarque und die Figur des Unbekannten Soldaten
Es lesen Karl-Ishan Barta und Kilian Struck (UdK).