Zeitschrift für Ideengeschichte
Heft XX/1, Frühjahr 2026
Keine Denkerin der letzten Jahrzehnte vereinigt - von Gender bis Gaza - so viele Triggerpunkte der Gegenwart wie Judith Butler. An Butler lässt sich beobachten, was globale Intellektualität und Öffentlichkeit heute bedeuten kann - im Guten wie im Schlechten. In manchen Kreisen ist die Autorin von Gender Trouble ein Star mit Glamour-Status und Fans, in anderen eine dämonisierte und ridikülisierte Figur. Die Frühjahrausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte spürt dem Trouble und der Wirkmacht eines Denkens nach, das seine Energie aus Widersprüchen entfaltet.
Inhaltsverzeichnis
- Zum Thema
Eva Geulen, Carlos Spoerhase
Butler Trouble
- Antigones Schwester
Dieter Thomä - Widersprüche
Eva Geulen - Der Unfriede. Butler, Arendt und die israelische Staatsgründung
Danilo Scholz - Vom Nutzen und Nachteil des eigenen Namens
Amia Srinivasan - Unfertige Sätze, fertige Sätze
Diedrich Diederichsen - Undiszipliniert!
Johann Schloemann - Doing Trouble. Über translatorische Unruhe
Wolfgang Hottner - Das Missverständnis. Über Butler und Foucault
Petra Gehring - Objekt des Begehrens. Über Butler und Gadamer
Carsten Dutt - Die Sache mit dem Sound. Ein Gespräch mit dem Frontmann von Tocotronic
Dirk von Lowtzow - Wer hat Angst vor Judith Butler
Mithu Sanyal - Wahnsinn und Methode. Über Butler und Trump
Patrick Bahners - »I gave my cock a woman’s name ...« Ein Gespräch
Thomas Meinecke
Archiv
- Titeltrouble. Suhrkamp und das Unbehagen
Fabienne Steeger
Essay
- Fritz Stern und die Deutschen
Paul Nolte
Konzept & Kritik
- Der große Unterschied
Sherene Seikaly - Der bunte Mann
Hannelore Schlaffer
Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird herausgegeben von Marion Ackermann (Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Peter Burschel (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel), Eva Geulen (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung), Ulrike Lorenz (Klassik Stiftung Weimar), Sandra Richter (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin), Gerhard Wolf (Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut). Geschäftsführender Redakteur ist Stephan Schlak.