Chernobyl, Three Mile Island und ihre Bedeutung für die globale Erinnerungskultur
Transatlantisches Symposium Chernobyl, Three Mile Island und ihre Bedeutung für die globale Erinnerungskultur in der Bibliotheca Abertina in Leipzig
Das DAI Sachsen und die Universitätsbibliothek Leipzig laden in Kooperation zu einem kulturwissenschaftlichen Symposium ein, das den 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl zum Anlass nimmt, über Tschernobyl und Three Mile Island sowie ihre Bedeutung für die globale Erinnerungskultur nachzudenken.Vier Jahrzehnte nach der Katastrophe von Tschernobyl soll der Blick dabei bewusst über nationale Perspektiven hinausgehen. Im Mittelpunkt stehen ukrainische, belarusische und amerikanische Zugänge zu nuklearer Katastrophe, Erinnerung, kultureller Verarbeitung und politischer Deutung. Das Symposium fragt danach, wie sich diese Ereignisse in Literatur, Essayistik, Popkultur und öffentlichem Gedächtnis eingeschrieben haben und welche Bedeutung sie bis heute für die transatlantische Auseinandersetzung mit Risiko, Verantwortung und Zukunft haben.
Das Programm umfasst Impulsvorträge von Nina Weller (ZfL), Alexander Kratochvil (LMU München) sowie Annika Schadewaldt (Institut für Amerikanistik der Universität Leipzig) und Lena Pfeifer (Universität Würzburg), an die sich eine gemeinsame Gesprächsrunde anschließt.
Die Slawistin Nina Weller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Anpassung und Radikalisierung. Dynamiken der Populärkultur(en) im östlichen Europa vor dem Krieg.