Leben in Vielfalt – Vision und Praxis einer biodiversen Gesellschaft
Konferenz des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit«, dem Naturhistorischen Museum Mainz und dem ZfL
Wie kann eine Gesellschaft aussehen, die Biodiversität nicht nur schützt, sondern als Grundlage ihres Zusammenlebens versteht? Dieser Frage widmet sich die zweitägige Konferenz, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt, um über gesellschaftliche, ökologische, rechtliche und kulturelle Dimensionen einer biodiversen Zukunft zu diskutieren.
Abb. oben: Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität; Hintergrund: A table with 163 different shells. Engraving by R. Scott aft. Quelle: Wikimedia Commons.
Programm
Donnerstag, 1.10.2026
12.30
- Einführung
13.00
Manifest und Gesellschaft
Chair: Georg Toepfer (ZfL)
- Alexandra Böhm (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg): Eingreifende Utopie: Die performative Kraft des Manifests und seine Gattungstradition
- Roland Borgards (Goethe-Universität Frankfurt a.M.): Biodiversität und Literatur. Überlegungen zu einer transformativen Literaturwissenschaft
15.00
Die Ökologie der Anderen
Chair: Helmuth Trischler (Deutsches Museum, München)
- Bernhard Gißibl (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz): Konvivialität global. Die Außenpolitik der biodiversen Gesellschaft
- Matthias Kramm (Eberhard Karls Universität Tübingen): Rechte der Natur im Spannungsfeld von Biodiversitätsschutz, Relationalität und Dekolonialität
17.30
- Die biodiverse Gesellschaft im Museum – kurze Führung durch die Mainzer naturhistorischen Sammlungen
Bernd Herkner, Carsten Renker (Naturhistorisches Museum Mainz)
18.30
Podiumsdiskussion
- Eine biodiverse Gesellschaft ist möglich?!
Heike Vesper (Vorständin WWF Deutschland), Sighard Neckel (Universität Hamburg), Jens Kersten (Ludwig-Maximilians-Universität München), Helmuth Trischler (Deutsches Museum, München), Moderation: Alexandra Böhm, Bernhard Gißibl und Georg Toepfer
Freitag, 2.10.2026
9.00
Zur Ethik biodiverser Konvivialität
Chair: Alexandra Böhm (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)
- Georg Toepfer (ZfL): Biodiversität und soziale Diversität: Parallelen, Differenzen, Interferenzen
- Uta Eser (Büro für Umweltethik, Tübingen): Verbunden, nicht vergesellschaftet. Die biodiverse Gesellschaft zwischen menschlicher Freiheit und ökologischer Abhängigkeit
- Andreas Hetzel (Universität Hildesheim): Demokratie der Arten – konviviale Lebensformen
11.45
Recht auf eine biodiverse Zukunft
Chair: Jens Kersten (Ludwig-Maximilians-Universität München)
- MElina Forêt, Lea Morawitzky (Climate Clinic): Recht verstehen, Wandel gestalten – Studentische Rechtsberatung für Klima und Biodiversität
13.30
- Konviviale Zukünfte der Biodiversität – eine Replik
Katrin Böhning-Gaese (Universität Leipzig), Jens Kersten (Ludwig-Maximilians-Universität München), Helmuth Trischler (Deutsches Museum, München)