31.03.2026

Call for Applications: Leibniz Fellowships »Value of the Past«

Der Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit« schreibt bis zu sieben

Leibniz Fellowships »Value of the Past«

aus. Die einmonatigen Stipendien bieten die Möglichkeit, Forschungen an einem der beteiligten Leibniz-Institute und Leibniz-Forschungsmuseen durchzuführen.

Der interdisziplinäre Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit« untersucht Wertbildungsprozesse ebenso wie Wertekonkurrenzen in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über die Vergangenheit. Erforscht werden frühere und gegenwärtige Praktiken des Bewertens, Umwertens, Aufwertens, Entwertens und Verwertens von Vergangenheit. Dem Thema des Forschungsverbundes liegt dabei die Annahme zugrunde, dass Aushandlungsprozesse über den Wert der Vergangenheit insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche und Krisen eine herausragende Rolle spielen.

Mit dem Stipendium sollen wissenschaftliche Arbeiten gefördert werden, die sich in das Forschungsfeld des Verbundes einordnen lassen. Die übergreifenden Fragestellungen beschäftigen sich mit »Evidenzregimen«, »raumzeitlichen Ordnungsmustern« und der »Vergangenheit als öffentliche Ressource«. Die Arbeit im Verbund wird in sieben Research Groups organisiert: »Dokumentarische Evidenz«, »Digitale Heuristik und Historik«, »Partizipation und Aneignung«, »Dynamische RaumZeit-Konstruktionen«, »Mensch-Natur-Verhältnisse im Anthropozän«, »Streitwert der Vergangenheit«, »Inwertsetzung und Verwertung«. Nähere Hinweise finden Sie auf der Homepage des Verbundes (https://www.leibniz-wert-der-vergangenheit.de/forschung/research-programme-and-research-groups-2025-2029).

Im Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit« kooperieren historische Grundlagenforschungsinstitute, Forschungsmuseen und bildungswissenschaftlichen Einrichtungen, die den Bogen von den Kulturwissenschaften zu den Sozial-, Technik- und Umweltwissenschaften schlagen. Derzeit sind 21 Leibniz-Institute und zahlreiche weitere Partner an ihm beteiligt.

Das Stipendium kann dazu genutzt werden, ein Forschungsprojekt weiterzuentwickeln, einen Forschungsantrag zu konzipieren, Archivrecherchen durchzuführen, einen Artikel oder ein Buchkapitel fertigzustellen. Das Projekt soll – wenn möglich – im Rahmen eines Kolloquiums und/oder einer Veranstaltung des Leibniz-Forschungsverbunds »Wert der Vergangenheit« und seiner Institute vorgestellt werden. Zudem präsentieren die Stipendiaten ihr Projekt auf dem »Value of the Past« Blog (https://valuepast.hypotheses.org) des Forschungsverbundes.

Bewerberinnen und Bewerber mit herausragendem akademischem Lebenslauf müssen in der Postdoc-Phase sein. Die Höhe des Stipendiums beträgt 3.000 EUR im Monat und soll die Reisekosten sowie die Kosten für Unterkunft und Versicherungen abdecken. Die Institute stellen soweit möglich einen Arbeitsplatz und Zugang zur institutionellen Forschungsinfrastruktur zur Verfügung.

Bewerbungen von Wissenschaftler:innen aus internationalen Krisenregionen finden besondere Berücksichtigung.

Bewerbungen können in Deutsch oder Englisch verfasst sein. Die Bewerbungsfrist ist der 30. Mai 2026. Die Entscheidungen werden bis Mitte Juli 2026 bekannt gegeben. Die Stipendien müssen bis spätestens Dezember 2027 angetreten werden.

Die Bewerbung sollte enthalten:

  • ein Anschreiben mit Angabe zur ausgewählten Leibniz-Einrichtung
  • ein Exposé (nicht länger als 1.500 Wörter)
  • einen Lebenslauf mit Publikationsübersicht
  • ein Empfehlungsschreiben

Ihre Bewerbung senden Sie bitte per E-Mail in einem einzelnen PDF-Dokument an:

Jakob Schlieper
Leibniz Research Alliance “Value of the Past”
Leibniz Centre for Contemporary History, Potsdam
jakob.schlieper@zzf-potsdam.de

Weitere Informationen zum Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit« entnehmen Sie bitte der Homepage www.leibniz-wert-der-vergangenheit.de. Fragen zum Fellowship-Programm können Sie auch an Dr. Achim Saupe (saupe@zzf-potsdam.de) richten.

Beteiligte Leibniz-Einrichtungen

  • Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen (DBM)
  • Deutsches Museum München (DM)
  • Deutsches Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM)
  • Leibniz-Institut für Bildungsmedien – Georg-Eckert-Institut (GEI)
  • Germanisches Nationalmuseum – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte (GNM)
  • Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI)
  • Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ)
  • Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)
  • Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz (IEG)
  • Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
  • Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI)
  • Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
  • Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS)
  • Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)
  • Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB)
  • Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF)
  • Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)
  • Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)
  • Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
  • Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO)
  • Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – Leibniz Institution for Biodiversity and Earth System Research (SGN)