20.10.2026
Neue DFG-Forschungsgruppe »Energien der Vernetzung. Akteure, Räume und Narrative in Osteuropa«
Zum 1. Oktober 2026 hat die DFG-Forschungsgruppe Energien der Vernetzung. Akteure, Räume und Narrative in Osteuropa ihre Arbeit aufgenommen. Darin untersuchen Wissenschaftlerinnen der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, des Centre Marc Bloch und des ZfL gemeinsam folgende Fragen: Wie greifen die Gewinnung und Zirkulation von Energien und die (Um-)Gestaltung von Ressourcenräumen ineinander? In welchen formellen und informellen Netzwerkstrukturen gestalten menschliche und nichtmenschliche Akteurinnen Energieumwelten? Welche Begriffe, Topoi und Konzepte prägen Energiediskurse? Um diese komplexen Fragestellungen zu bearbeiten, arbeiten in der interdisziplinären Gruppe Literatur- und Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft eng zusammen.
In dem ZfL angesiedelten Teilprojekt Ressourcen der Zukunft. Energiequellen und Wissenschaftseliten in spät- und postsowjetischer Science-Fiction und populärwissenschaftlicher Publizistik untersuchen der Slawist und Historiker Matthias Schwartz und die Literaturwissenschaftlerin und Kommunikationsdesignerin Marika Bakhtadze, wie die zukünftige Erschließung vorhandener, aber auch bislang ungekannter Energieressourcen als Lösung gesellschaftspolitischer, ökologischer und sozialer Probleme in spät- und postsowjetischen Science-Fiction-Texten und populärwissenschaftlicher Publizistik dargestellt wird.

Abb. oben: Ausschnitt des Umschlagbilds der sowjetischen populärwissenschaftlichen Zeitschrift Znanie – sila (Wissen ist Macht) 5 (1965), Gestaltung: Max Scherebtschewski