01.02.2012

Neues ZfL-Projekt: Organismus und Kultur. Begriffliche Grundlagen und Grenzen der Biologie

Zum 1. Februar 2012 hat das Projekt Organismus und Kultur. Begriffliche Grundlagen und Grenzen der Biologie seine Arbeit am ZfL aufgenommen.

Leitung: Georg Toepfer
Das Projekt untersucht die zentrale Stellung und aktuelle Konjunktur des Organismusbegriffs in der Biologie sowie dessen außerbiologische Bezüge. Als Ausgangsbefund ist dabei bemerkenswert, dass der Begriff trotz seiner großen Strahlkraft in andere Bereiche, etwa in die Sprach- oder Sozialwissenschaften, den Status eines Kennworts der Biologie bis in die Gegenwart behalten hat. Es stellt sich also die Frage, warum ›Organismus‹ im Gegensatz zu den meisten anderen biologischen Grundbegriffen (wie ›Organisation‹, ›Umwelt‹, ›Entwicklung‹, ›Regulation‹ oder ›Evolution‹) nicht ein zwischen den Disziplinen wanderndes, sondern im Wesentlichen disziplinär verankertes Konzept ist.
Ausgehend von der klaren disziplinären Verortung des Organismusbegriffs sollen die Grenzen der Biologie in den Blick genommen werden. Zu prüfen ist, inwieweit die Geschlossenheit des biologischen Theoriegebäudes und ihre Zentrierung im Organismusbegriff die systematische Ausblendung solcher Lebensphänomene nach sich ziehen, die sich nicht aus der mit dem Organismusbegriff begründeten funktionalistischen Perspektive erschließen.

Ausführliche Informationen über das Projekt