Marshall McLuhan/Quentin Fiore: Krieg und Frieden im globalen Dorf

Kulturverlag Kadmos, Berlin 2011, 208 Seiten
ISBN: 978-3-86599-137-9

Der kanadische Medienwissenschaftler Herbert Marshall McLuhan (1911–1980), dessen Aussage: »Das Medium ist die Botschaft« notorisch geworden ist, gilt den einen als Scharlatan, den anderen als Prophet heutigen Lebens. In den 1950er und 1960er Jahren hat er Phänomene wie die globale Vernetzung durch das Internet und die Allgegenwart medialer Inszenierungen durch das Fernsehen beschrieben und analysiert. Er war der erste, der Grundbegriffe einer ökologischen Medientheorie entwarf. Sein im Wunderjahr 1968 gemeinsam mit dem Graphiker Quentin Fiore hergestelltes – nicht geschriebenes, sondern komponiertes – Buch ist Almanach einer Welt, die wieder über orale Kommunikation den Charakter der Stammesgesellschaft angenommen habe. Brechts Kriegsfibel vergleichbar, erscheint der Krieg als in unterschiedlichen Formen allgegenwärtig, die Direktheit des »Primitiven« ist durch elektronische Technologien neu hergestellt, »heisse« Medien wie das Radio sind durch »kalte« wie das TV abgelöst worden.

Medienecho

21.07.2011
Süßer Einlauf in euer Hirn

Vom Radio- zum Fernsehkrieg und weiter: Marshall McLuhans Bild-Texte erscheinen wie die prophetische Vision unserer Kriege. Artikel von Karl-Heinz Barck und Martin Treml, in: der Freitag vom 21.07.2011

21.07.2011
Im Whirlpool der elektronischen Welt

"Das Medium ist die Massage" – und andere Erkenntnisse Marshall McLuhans. Artikel von Uwe Justus Wenzel, in: Neue Zürcher Zeitung vom 21.07.2011