Tatjana Petzer (Hg.)

Unsterblichkeit
Slawische Variationen

Matthes & Seitz, Berlin 2021, 495 Seiten
ISBN 978-3-75180-343-4

Kann der Tod überwunden, der Mensch unsterblich werden? Erkenntnisse der natur- und lebenswissenschaftlichen Forschung seit der Moderne haben ein neues Bewusstsein für Sterblichkeit und Vergänglichkeit geschaffen sowie Ideen über die Verlängerung des Lebens und physische Unsterblichkeit auf den Prüfstand gestellt. Wegweisende Befunde und Entwürfe slawischer Autoren reihen sich nicht nur in zeitgenössische und aktuelle Diskussionen ein, sondern haben auch eigene Visionen und Technologien mit kulturspezifischer Signatur hervorgebracht. In den Entwicklungen experimenteller Disziplinen, etwa der medizinischen Kybernetik, Robotik und Quantenphysik, erkannten sie Möglichkeiten zur Entgrenzung des Lebens. Heute sind diese Positionen und Suchbewegungen in der Immortologie programmatisch verankert. Von Porfiri Bachmetjew bis Dimitri Itzkow, von Maxim Gorki bis Borislav Pekić haben eine beeindruckende Reihe slawischsprachiger Forscher, Visionäre und Schriftsteller ihre einzigartige, ebenso spekulative wie fruchtbare Perspektive auf das menschliche Leben und die Unsterblichkeit formuliert.

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»Tatjana Petzer hat eine lesenswerte Anthologie mit Texten zur Unsterblichkeit aus Russland, Jugoslawien, Polen und Tschechien zusammengestellt.«
Ulrich Schmid, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.1.2022

Medienecho

19.05.2022
Unsterblichkeit. Slawische Variationen

Rezension von Wladislaw Hedeler, in: Berliner Debatte 1 (2022): Einsamkeit,156–158

12.01.2022
Die Körper können da nicht mithalten

Ein Band zeigt, wie slawische Autoren im vorigen Jahrhundert von der Aufhebung des Todes handelten. Rezension von Ulrich Schmid, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.1.2022