Dualla Misipo: Der Junge aus Duala. Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf ein frühes Werk der Schwarzen deutschen Literatur
literatur für leser:innen

Bd. 47, Heft 2
Peter Lang, Berlin 2026, 104 Seiten
ISSN 0343-1657; eISSN 2364-7183
DOI 10.3726/lfl.2024.02.01

Der Junge aus Duala ist ein Roman, der in Schule, Universität und Literaturgeschichte kaum präsent und derzeit nicht im Buchhandel erhältlich ist. Er markiert eine Lücke im Kanon – sowohl im deutschsprachigen Raum, wo die Auseinandersetzung mit Schwarzer Literatur noch oft als Aufgabe einer sogenannten Auslandsgermanistik betrachtet wird, als auch innerhalb der Black German Studies, die sich vor allem in den USA etabliert haben. Dort setzt die Beschäftigung mit Schwarzer deutschsprachiger Literatur zumeist erst mit Farbe bekennen (1986), dem Gründungstext der afrodeutschen Bewegung, und mit den Gedichten May Ayims ein. Wie die Literaturwissenschaftlerin Jeannette Oholi betont, bieten »Wissenslücken« im Kanon jedoch auch eine Chance: Sie regen dazu an, »über Wertungs- und Kanonisierungsprozesse in den Wissenschaften nachzudenken, darüber zu diskutieren und (gemeinsam) aktiv zu werden, diese zu schließen«. Diese Perspektive ist auch für unser Themenheft leitend: Wir möchten dazu beitragen, das »Verständnis Schwarzer deutscher Literatur [zu] erweitern und [zu] ›verkomplizieren‹«, indem wir uns mit Dualla Misipos zwischen den 1920er- und 1960er-Jahren entstandenem Roman einem frühen Werk dieser Literatur widmen. (Verlagstext)


Inhaltsverzeichnis

Veranstaltung

Workshop
13.11.2024 – 15.11.2024

Dualla Misipo: »Der Junge aus Duala«. Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf ein frühes Werk der Schwarzen deutschen Literatur

Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Eberhard-Lämmert-Saal, Eingang Meierottostr. 8, 10719 Berlin / Zoom

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