Sattelzeit – 100 Jahre »Geschichte und Klassenbewußtsein«
Schwerpunkt: Lukács-Jahrbuch 2024/2025

Jahrbuch der Internationalen Georg-Lukács-Gesellschaft, 20. Jahrgang
Aisthesis, Bielefeld 2026
ISBN 978-3-8498-2140-1

Im Schwerpunkt geht es um Beiträge zu Geschichte und Klassenbewußtsein, die im Rahmen des Sattelzeitprojekts vorgetragen wurden. Sie erlauben einen neuen Blick auf bekannte Relationen oder erschließen unbeachtete Konstellationen. Caroline Adler und Sophie Buck schreiben zu Benjamin und Lukács, Moritz Neuffer zur Wiederentdeckung Karl Korschs in den 60er Jahren. Morten Nissen erkundet Lukács’ Verhältnis zu Georges Sorel und Carl Schmitt, Eva Heubach und Philipp Weber das zu Sigmund Freud und der Psychoanalyse, Johanna-Charlotte Horst das zu dem avantgardistischen französischen Schriftsteller und Filmemacher Georges Perec. Amália Kerekes beleuchtet in ihrer Geschichte der Kleinen revolutionären Bibliothek des Malik-Verlags die Vorgeschichte von Lukács’ Meisterwerk, das zunächst mit dem Titel Studien zur Ideologienfrage der Revolution angekündigt worden war.

Inhaltsverzeichnis

  • 1923 – Geschichte und Klassenbewusstsein und die Sattelzeit der Revolution. Einleitung
    Patrick Eiden-Offe
  • »Abschüssige Straßen des Grams, aufsteigende Pfade der Revolte«. Benjamin und Lukács um 1923
    Caroline Adler, Sophia Buck
  • Katholisches zur Organisationsform. Carl Schmitt und Georg Lukács
    Morten Nissen
  • Zum Un-Verhältnis von Lukács und Freud. Eine Wiederaufnahme
    Eva Heubach, Philipp Weber
  • »Studien zur Ideologienfrage der Revolution«. Zur Geschichte der Kleinen revolutionären Bibliothek des Malik-Verlags
    Amália Kerekes
  • Heteronome Autonomie. Georges Perecs Arbeit am Marxismus
    Johanna-Charlotte Horst
  • Die erneute Anwendung der materialistischen Geschichtsauffassung auf sich selbst. Zur Wiederentdeckung Karl Korschs um 1968
    Moritz Neuffer