Sattelzeit – 100 Jahre »Geschichte und Klassenbewußtsein«
Schwerpunkt: Lukács-Jahrbuch 2024/2025
Im Schwerpunkt geht es um Beiträge zu Geschichte und Klassenbewußtsein, die im Rahmen des Sattelzeitprojekts vorgetragen wurden. Sie erlauben einen neuen Blick auf bekannte Relationen oder erschließen unbeachtete Konstellationen. Caroline Adler und Sophie Buck schreiben zu Benjamin und Lukács, Moritz Neuffer zur Wiederentdeckung Karl Korschs in den 60er Jahren. Morten Nissen erkundet Lukács’ Verhältnis zu Georges Sorel und Carl Schmitt, Eva Heubach und Philipp Weber das zu Sigmund Freud und der Psychoanalyse, Johanna-Charlotte Horst das zu dem avantgardistischen französischen Schriftsteller und Filmemacher Georges Perec. Amália Kerekes beleuchtet in ihrer Geschichte der Kleinen revolutionären Bibliothek des Malik-Verlags die Vorgeschichte von Lukács’ Meisterwerk, das zunächst mit dem Titel Studien zur Ideologienfrage der Revolution angekündigt worden war.
Inhaltsverzeichnis
- 1923 – Geschichte und Klassenbewusstsein und die Sattelzeit der Revolution. Einleitung
Patrick Eiden-Offe - »Abschüssige Straßen des Grams, aufsteigende Pfade der Revolte«. Benjamin und Lukács um 1923
Caroline Adler, Sophia Buck - Katholisches zur Organisationsform. Carl Schmitt und Georg Lukács
Morten Nissen - Zum Un-Verhältnis von Lukács und Freud. Eine Wiederaufnahme
Eva Heubach, Philipp Weber - »Studien zur Ideologienfrage der Revolution«. Zur Geschichte der Kleinen revolutionären Bibliothek des Malik-Verlags
Amália Kerekes - Heteronome Autonomie. Georges Perecs Arbeit am Marxismus
Johanna-Charlotte Horst - Die erneute Anwendung der materialistischen Geschichtsauffassung auf sich selbst. Zur Wiederentdeckung Karl Korschs um 1968
Moritz Neuffer