Warlam Schalamow: Linkes Ufer. Erzählungen aus Kolyma 2

Werkausgabe Bd. 2
Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2008, 320 Seiten
ISBN 978-3-88221-601-1

Aus dem Russischen übersetzt von Gabriele Leupold, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Franziska Thun-Hohenstein.

Mit Linkes Ufer wird die Werkausgabe von Warlam Schalamow fortgesetzt, deren erster Band Durch den Schnee seit seinem Erscheinen 2007 ungebrochen hohe Aufmerksamkeit genießt. Schalamow zieht die Leser in die Gegenwart des Lageralltags hinein und geht der Schlüsselfrage unserer Gegenwart nach: Wie können Menschen, die über Jahrhunderte in der Tradition des Humanismus erzogen wurden, Auschwitz oder Kolyma hervorbringen? Lange Jahre im Westen unbekannt, erfährt er in den letzten Jahren zunächst in Frankreich und Deutschland endlich die verdiente Anerkennung als einer der Großen der russischen Literatur. Die Erzählungen aus Kolyma sind Weltliteratur.

Medienecho

02.04.2010
Jenseits des Menschlichen

Nur aus erster Hand? Überlegungen zu Herta Müllers Buch »Atemschaukel« und der Zeugenschaft in der Lagerliteratur. Rezension von Ulrike Baureithel, in: der Freitag vom 02.04.2010

20.10.2009
Zwei Dutzend Worte

Kälte, Hunger, Gewalt: Warlam Schalamows Lagererzählungen aus Sibirien führen in eine Welt, die sich jenseits menschlicher Vorstellungskraft befindet, Rezension von Reinhard Lauer, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.10.2009 (kostenpflichtig)

11.03.2009
Tschechow im Gulag

Rezension von Erich Klein, in: Falter: Buchbeilage 11/2009 vom 11.03.2009 (kostenpflichtig)

16.12.2008
Die eingebrannten Schrecken

Nachrichten aus der Gegenwelt des Gulag: Zur Wiederentdeckung von Warlam Schalamow. Rezension von Wilfried F. Schoeller, in: Tagesspiegel vom 16.12.2008

28.11.2008
Grausame Zeiten

Rezension von Jörg Plath, in: Deutschlandradio Kultur, Sendung Radiofeuilleton: Kritik vom 28.11.2008

25.10.2008
"Der Mensch jedoch lebt"

Wie ist ein Leben nach dem Gulag möglich, wo Humanität und Kultiviertheit unter den Eindrücken der Barbarei ihre Relevanz verlieren, ohne den ständigen Zweifel an der menschlichen Zivilisation? Dies ist die große Frage, die Warlam Schalamows »Erzählungen aus Kolyma« zugrunde liegt. Rezension von Thomas Hummitzsch, in: Glanz und Elend, Magazin für Literatur und Zeitkritik vom 25.10.2008

13.10.2008
Jenseits von Gut und Böse

Rezension von Ulrich M. Schmid, in: Neue Zürcher Zeitung vom 13.10.2008